Von der «Mug-Challenge» und pinken Tennisbällen

Wimbledon ist, wenn Tennis im britischen TV zu praktisch jeder Tageszeit Trumpf ist. Das Programm beginnt schon früh morgens.

Wer bei den englischen Kollegen der BBC das Frühstücksfernsehen verfolgt, der kann sich so einiges an unnützem Wissen aneignen. Dass Andy Murray in der «Mug Challenge» eine Klasse für sich ist, zum Beispiel (und Milos Raonic unterirdisch). Oder dass Sänger Olly Murs täglich stundenlang vor dem Fernseher sitzt, um das Wimbledon-Turnier zu verfolgen.

Man wird aber auch mit gehaltvollen Neuigkeiten versorgt. So verriet Patrick Mouratoglou, dass die schwangere Serena Williams es nicht erwarten könne, auf die Tour zurückzukehren. «Sollte es auch nur eine klitzekleine Möglichkeit geben, bereits in Australien wieder dabei zu sein, dann wird sie diese nutzen», erklärte der französische Coach, der – Achtung Überraschung – auf Venus Williams als Siegerin setzt.

Patrick Mouratoglou.

Bildlegende: Kündigte eine baldige Rückkehr von Serena Williams an Patrick Mouratoglou. Getty Images

Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, weshalb Tennisbälle gelb sind – auch hierfür hat «BBC Breakfast» eine Erklärung parat. Die Bälle waren früher weiss, der Rasen wurde im schwarz-weissen Fernsehen dunkel dargestellt. Die TV-Zuschauer hatten so keine Probleme, die Bälle zu sehen.

Dies änderte sich, als das Farbfernsehen aufkam. Die Zuschauer hatten Mühe, die weissen Bälle zu erkennen – es musste also eine neue Farbe her. In die engere Auswahl schafften es auch orange und pink, ehe 1972 vom internationalen Tennisverband bestimmt wurde, dass die Bälle ab sofort gelb sein müssen. Einzige Ausnahme: Wimbledon. Dort wurde noch bis 1986 mit weissen Bällen gespielt.

Pinke Tennisbälle.

Bildlegende: Wären beinahe Realität geworden Pinke Tennisbälle. Reuters

Zu guter Letzt wird man natürlich – typisch britisch – auch mit aktuellen Wetterprognosen versorgt. Diese scheint die bemitleidenswerte Moderatorin vor ihrem Einsatz wohl nicht konsultiert zu haben. Sie moderierte in Flip-Flops – und das am bislang mit Abstand kältesten Morgen des gesamten Turniers.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.7.17, 14 Uhr