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Grand-Slam-Turniere Wawrinka scheitert nach Auf und Ab an Gasquet

Für Stan Wawrinka ist der Traum vom erstmaligen Einzug in den Wimbledon-Halbfinal geplatzt. Der Lausanner musste sich dem Franzosen Richard Gasquet in einem Fünfsatz-Krimi mit 4:6, 6:4, 6:3, 4:6, 9:11 geschlagen geben.

Legende: Video Wawrinka verliert 5-Satz-Schlacht gegen Gasquet abspielen. Laufzeit 4:54 Minuten.
Aus sportaktuell vom 08.07.2015.

Der Viertelfinal zwischen Wawrinka und Gasquet war ein stetes Hin und Her. War es in der Anfangsphase der Romand, der ungewohnt viele Fehler produzierte und erstmals im bisherigen Turnierverlauf einen Satz abgeben musste, so bot sich mit zunehmender Spieldauer immer mal wieder das umgekehrte Bild.

Wawrinka besiegelt Out mit Rückhandfehler

Legende: Video Wawrinka erzwingt mit Rebreak den Long Set abspielen. Laufzeit 0:19 Minuten.
Vom 08.07.2015.

Richtig gutes Tennis von beiden Akteuren bekamen die Zuschauer auf Court Nr. 1 erst im Entscheidungssatz zu sehen. Als Gasquet dort das Break zum 5:3 schaffte, deutete alles auf ein schnelles Ende der Partie hin. Doch Wawrinka bäumte sich auf, schaffte in extremis das Rebreak und erzwang so den «Long Set», da in Wimbledon der 5. Durchgang traditionellerweise nicht im Tiebreak entschieden wird.

Beim Stand von 9:10 aus seiner Sicht wehrte der Schweizer zuerst zwei Matchbälle des Franzosen ab, ehe er eine Rückhand unbedrängt hinter die Grundlinie setzte. Zuvor war Wawrinka selbst zu einer Breakchance gekommen, hatte diese allerdings kläglich vergeben.

Es war eine grosse Schlacht. Ich konnte nicht auf dem Niveau spielen, dass ich eigentlich abrufen wollte.
Autor: Stan Wawrinka

Fehlerparade auf beiden Seiten

Der Sieg von Gasquet war insofern verdient, als dass er in den entscheidenden Momenten abgeklärter auftrat. Bei Wawrinka hingegen wechselten sich Licht und Schatten zu oft ab. Auf geniale Ballwechsel liess der Romand teilweise haarsträubende Fehler folgen.

So auch im 4. Satz, als ihm nach einer temporären Wende zur 2:1-Satzführung die Kontrolle wegen einer Reihe von unerzwungenen Fehlern entglitt. Mit einem Doppelfehler schenkte er dem 29-jährigen Franzosen das Game zum 2:2-Satzausgleich.

Gasquet nun gegen Djokovic

Während Wawrinka seinen ersten Halbfinal-Einzug in Wimbledon verpasst hat, steht Gasquet nach 2007 zum zweiten Mal unter den letzten Vier an der Church Road. Dort trifft das «ewige Talent» der Grande Nation auf Titelverteidiger Novak Djokovic, der sich gegen Marin Cilic durchsetzte.

Legende: Video Interview mit Stan Wawrinka (französisch) abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Aus sportaktuell vom 08.07.2015.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 08.07.2015, 14:00 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Peter widmer, Arosa
    Man hat wieder einmal gesehen, dass halt 2 Spieler auf dem platz stehen. Hut ab vor gasquet, der auch die bittersten rückschläge gut wegesteckte und den glauben an den sieg nicht verlor.
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  • Kommentar von Michael L, Thun
    Ich kann Stan nicht verstehen, wieso er die Returns sehr oft einfach nur "reingeschoben" hat. Vorallem im 5. Satz hätte er bei den Returngames mehr riskieren sollen ja müssen um ein Break zu schaffen. Auch vorne am Netz flatterte die Hand mehr als nur ein mal. Schade, schade, schade
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  • Kommentar von U. Anderem, Zürich
    Stan not the man hat es leider wieder nicht fertig gebracht, über einige Wochen konstant auf gutem Niveau zu spielen. Djoker wird es freuen, easy in 3 Sätzen im Final. Jetzt muss es wie so oft wieder Federer richten.
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    1. Antwort von Mike Baumgartner, Zürich
      Wenn Sie das Spiel gesehen haben, wissen Sie ja, dass es sehr, sehr eng war. Zum Sieg braucht es manchmal auch das berühmte Quäntchen Glück oder mit anderen Worten: Es hätte auch Stan als Sieger vom Platz gehen können. Next time, better luck :-)
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    2. Antwort von Jaro Bels, Niederhasli
      Echt Superkommentar, wie kann man sowas zusammenstellen?
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    3. Antwort von Valentin Vieli, Wald
      Man merkt, dass der Pseudonymschreiber vor allem vom Tennissport keine Ahnung hat. Wie mancher Satz allein in Wimbledon war mit 5:1 eigentlich schon klar entschieden, aber der Gegner kam noch einmal auf und gewann am Schluss 7:5. Das gibt es nur im Tennis, oft ein Auf und Ab. Stan spielte seit Paris auf sehr hohem Niveau. Und Gasquet hat die gleiche Stärke: eine extrem starke Rückhand. Im 5. Satz 11:9 zu verlieren ist in einem Viertelfinale gegen einen so athletischen Gegner ist keine Schande.
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