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Grand-Slam-Turniere Wawrinka trotzt der Nacht und Del Potro

Stan Wawrinka steht nach 2013 und 2015 zum 3. Mal im Halbfinal der US Open. Das 7:6 (7:5), 4:6, 6:3, 6:2 gegen Juan Martin del Potro war allerdings ein hartes Stück Arbeit.

Es war bereits Mitternacht in New York, viele Zuschauer hatten das Arthur-Ashe-Stadium schon verlassen. Stan Wawrinka haderte, fluchte und legte sich mit dem Schiedsrichter an.

Der Frust musste raus. Der Frust darüber, dass er den 2. Durchgang verloren hatte und eine Zusatzschlaufe einlegen musste. Nach ein paar Games hatte der Romand seinen Rhythmus aber wieder gefunden. Beim Stand von 4:3 nahm er Del Potro den Aufschlag ab und servierte den 3. Satz schliesslich nach Hause.

Legende: Video Wawrinka: «Danke, dass ihr so lange geblieben seid» abspielen. Laufzeit 2:57 Minuten.
Vom 08.09.2016.

Del Potro kann nicht kontern

Die Luft beim Argentinier, der sich zwischenzeitlich an der Schulter behandeln lassen musste, war draussen. Er geriet im 4. Durchgang schnell mit zwei Breaks ins Hintertreffen, sein Widerstand schien gebrochen.

Da halfen auch die «Delpo»-Sprechchöre der tausenden von Fans, die ausgeharrt hatten, nichts mehr. Um kurz vor halb 2 Uhr Ortszeit war Wawrinkas erster Sieg nach zuvor 4 Niederlagen in Serie gegen den Argentinier Tatsache, der zu Tränen gerührte Del Potro musste Wawrinka zum 3. Mal in einen US-Open-Halbfinal einziehen lassen. Für den Romand war es «physisch und mental eines der härtesten Matches, auch wenn es nur über 4 Sätze ging», wie er nach der Partie zugab.

Nun wartet Nishikori

Auf seinen Halbfinal-Gegner Kei Nishikori angesprochen, meinte Wawrinka mit einem Lächeln: «Ich bin froh, dass er über 5 Sätze musste. Jetzt muss ich aber erst mal schlafen gehen!» An den Japaner hat er keine allzu guten Erinnerungen: Die beiden standen sich in Flushing Meadows vor zwei Jahren im Viertelfinal gegenüber. Damals setzte sich Nishikori im 5. Satz durch.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung US Open

6 Kommentare

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  • Kommentar von Seppli Moser (Moser)
    Finde ich jeweils eine Zumutung Wawrinka immer wieder als Wundertüte mit Tiefflügen zu bezeichnen. Zum wievielten Male steht er nun in einem GS Halbfinal? Welcher Schweizer hat das (od. diese KONSTANZ) bisher nur annähernd geschafft? Ich erinnere mich, da waren jeweils beim Erreichen der 2. Runde Aufschreie zu hören. Ausgenommen der Federer, der eben dieses 'Monster' (der Erwartungen) geschafft hat, wie er selbst sagt. Wawrinka ist ein ganz Grosser ohne irgendwelche Tüten.
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Stimmt. Wawrinka muss überragende Leistungen bringen, um medial Beachtung zu erhalten. Bei Federer genügt ein Bericht über eine Wanderung. Da zeigt sich wieder einmal, um was es im Spitzensport eigentlich geht. Vermarktung und Medienpäsenz. Da ist ein (erschaffenes) Image das A & O für den Marktwert.
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    2. Antwort von Suat Ulusoy (SuatU)
      Stan Wawrinka ist ein absoluter Weltklassespieler, das steht völlig ausser Frage. Mental hat er sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Trotzdem: Von den Topspielern hat er die grössten Leistungsschwankungen (auch innerhalb einer Partie) und diese sind meistens mental bedingt.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Nebenbei: Der Textilausrüster von Wawrinka hat ästhetisch/modisch noch Luft nach oben.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Herzliche Gratulation an Wawrinka. In diesem Match spielte er mental stark und technisch variantenreich. Das Mentale ist im Männertennis, wo sehr viele hervorragende Athleten agieren, enorm wichtig. Es kann den Unterschied ausmachen.
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    1. Antwort von Suat Ulusoy (SuatU)
      Nicht nur im Männertennis an der Weltspitze enorm wichtig ;-). Stan Wawrinka ist in diesem Bereich eine Wundertüte - von mentalen Glanzleistungen bis zu absoluten Tiefflügen ist alles möglich...
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