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Grand-Slam-Turniere Wettbetrug? Nadals nächster Gegner unter schwerem Verdacht

Im Achtelfinal der US Open trifft Rafael Nadal auf Alexander Dolgopolow. Der Ukrainer glänzt derzeit auf dem Court, steht aber unter Manipulationsverdacht.

Tennisspieler
Legende: Alexander Dolgopolow Seine Probleme liegen neben dem Platz. Keystone

In Runde 2 Tomas Berdych (ATP 18) besiegt. Dann Viktor Troicki (ATP 52) in nur 82 Minuten regelrecht gedemütigt: Alexander Dolgopolow (ATP 64) kennt an den US Open auf dem Platz derzeit keine Sorgen. Abseits des Courts belasten jedoch üble Vorwürfe den nächsten Gegner von Rafael Nadal.

Was für ein Zirkus! Schreibt ihr Journalisten News oder Märchen? Ich will nicht mehr darüber reden.
Autor: Alexander Dolgopolow

Was war passiert? Dolgopolow hatte in der Woche vor den US Open beim Vorbereitungsturnier in Winston-Salem überraschend gegen Thiago Monteiro (ATP 114) 3:6, 3:6 verloren. So weit, so unauffällig. Doch eine ganze Hand voller verdächtiger Umstände rief die Tennis Integrity Unit (T.I.U.) auf den Plan:

  • Derart viele Wetten wurden auf Sieg Monteiro platziert, dass die Quote auf einen Erfolg von Dolgopolow von 1.38 auf 3.15 stieg.
  • Der Ukrainer gelangte erst zum 3. Mal in seiner Karriere zu keiner einzigen Breakchance. Die anderen beiden Male war das gegen Roger Federer der Fall gewesen.
  • Auf die Frage, ob er jemals angefragt worden sei, ein Spiel absichtlich zu verlieren, antwortete Dolgopolow zögernd: «Äh, nein. Nicht wirklich. Ich habe nicht viele Freunde auf sozialen Netzwerken.»
  • Marcos Baghdatis wurde 2010 vom ehemaligen Tennis-Profi David Savic folgendes Angebot gemacht: «30'000 Dollar wenn du den ersten Satz verlierst. Du hast die Garantie, dass du die weiteren Sätze gewinnen wirst.» Baghdatis meldete den Vorfall. Sein Gegner war damals Dolgopolow.
Es ist wichtig, festzuhalten, dass ein Verdacht noch kein Beweis für Spielmanipulation ist.
Autor: T.I.U.

Die T.I.U. betonte laut New York Times, Link öffnet in einem neuen Fenster, dass es bislang nur eine Untersuchung sei. Doch diverse Experten sprechen von «hochgradig verdächtigen» Umständen. Eine Kooperation mit diversen Wettanbietern soll ans Tageslicht bringen, ob tatsächlich der Tatbestand der Spielmanipulation vorliegt. Ob Dolgopolow tatsächlich schuldig ist. Ob damit die Seuche von Wettbetrug wieder im Tennis-Zirkus Einzug hält.

Sendebezug: Livestream srf.ch/sport, 02.09.2017, 23:30 Uhr

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