Wimbledon: «Ägyptischer» Sieger und ein Wildcard-Exploit

Die Siegerliste beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon liest sich wie das «Who-is-Who» der Tennissport-Geschichte. Dennoch haben sich auf dem «heiligen Rasen» auch einige faustdicke Überraschungstriumphe ereignet.

Jaroslav Drobny gewann 1954 für Ägytpen in Wimbledon.

Bildlegende: Ein Tscheche in afrikanischen Diensten Jaroslav Drobny gewann 1954 für Ägytpen in Wimbledon. Keystone

1954 reihte sich ein gewisser Jaroslav Drobny in die Liste der Wimbledon-Sieger ein. Der gebürtige Tscheche spielte im Sommer Tennis und im Winter glänzte er als Hockey-Profi. 1949 beschloss er, sowohl dem Eishockey als auch der Tschechoslowakei den Rücken zu kehren und fortan für Ägypten anzutreten. Bis heute ist er der einzige «Ägypter», welcher Wimbledon gewinnen konnte.

Fünf Jahre nach Drobny spielte Alex Olmedo das erfolgreichste Jahr seiner Karriere. Der Peruaner triumphierte bei den Australian Open und in Wimbledon und stand bei den US Open im Final. Seither wartet Peru auf einen weiteren Grand-Slam-Erfolg im Tennis.

Ungesetzte Sieger

Geläufiger dürften die Namen Boris Becker, Richard Krajicek und Goran Ivanisevic sein. Letzterer brachte es 2001 als Wildcard-Inhaber zum Turniersieger. Die anderen beiden erklommen als Ungesetzte (Becker 1985, Krajicek 1996) den Wimbledon-Thron.

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