Becker kritisiert «künstliche Freundschaft» unter Top-Spielern

Auseinandersetzungen zwischen Top-Spielern gibt es heutzutage kaum noch. Vielmehr werden gegenseitig Komplimente ausgesprochen und Lob verteilt. Etwas, das Djokovic-Coach Boris Becker gar nicht gefällt.

Boris Becker in Paris.

Bildlegende: Wünscht sich etwas mehr «Action» Boris Becker. Keystone

Das freundschaftliche Verhältnis zwischen Federer, Nadal, Djokovic und Co. geht Boris Becker mächtig gegen den Strich. Es sei ein «offenes Geheimnis», dass sich gerade Federer und Djokovic nicht sonderlich mögen würden, wird er auf telegraph.co.uk zitiert.

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Federer nach Dubai-Sieg: «Immer speziell gegen Novak»

1:41 min, vom 28.2.2015

Federer mit «falschem» Image?

In seiner neuesten Autobiographie Wimbledon: My Life and Career at the All England Club schreibt Becker, dass Federer gar nicht so nett sein könne, wie viele Leute denken.

«Roger ist deshalb einer der bestbezahlten Athleten der Geschichte, weil ihn alle mögen. Aber überlegt doch mal: Man kann gar nicht von jedermann gemocht werden. Er macht mit seinem Image gutes Geld. Würde er weniger verdienen, wenn er etwas mehr echte Gefühle zeigen würde?», fragt Becker.

Dies sei heutzutage aber kaum mehr möglich, «denn man wird sofort bestraft, überall hat es Mikrophone». Das Tennis sei zwar auch heute noch ein grossartiger Sport, «politisch aber zu korrekt», findet der 47-Jährige.