Kein Freilos für Federer auf Twitter

Während das Turnier in Wimbledon in die entscheidende Phase geht, plant Roger Federer seine nächsten Auftritte. Die Teilnahmen für Gstaad und Hamburg hat der Schweizer via Twitter kommuniziert. Auch er setzt mittlerweile neben Facebook auf den Kurznachrichtendienst.

Roger Federer lässt seine Fans an seinem Triumph in Halle teilhaben.

Bildlegende: Private Einblicke Roger Federer lässt seine Fans an seinem Triumph in Halle teilhaben. Twitter @rogerfederer

Novak Djokovic beim Golfen und Andy Murray beim Smalltalk mit Manchester-United-Legende Sir Alex Ferguson. Die Top-Stars gewähren in London trotz Turnierstress auch Einblicke in ihr Privatleben. Dass Fans aus aller Welt so nah am Geschehen dran sind wie nie zuvor, ermöglichen die sozialen Medien, insbesondere Twitter.

Federer nach langem Zögern doch dabei

Seit rund sechs Wochen gehört auch Roger Federer zur Twitter-Community. Als er am 23. Mai um 23:04 Uhr erstmals twitterte, war die Aufruhr und die Unsicherheit gross: Handelt es sich um den «richtigen» Roger Federer? Den Roger Federer, der stets sagte, er könne mit dem Kurznachrichtendienst nichts anfangen?

Als schliesslich die Bestätigung kam, stieg seine Followerzahl rasant an. Nach neun Stunden waren es schon über 100'000, nach wenigen Tagen liess er den bis anhin beliebtesten Schweizer Sportler Fabian Cancellara hinter sich. Private Einblicke trugen bestimmt dazu bei.

Federer hat in 41 Tagen 34 Mal gezwitschert, sieben Mal davon am 12. Juni aus Halle. Mittlerweile ist er zwar bei über 480'000 Followern angelangt, die Zunahme stockte zuletzt aber etwas. Auf ein Bild seiner Zwillinge warteten die Fans bislang vergeblich. Nach einer längeren Zwitscherpause nutzte der Baselbieter das soziale Medium zuletzt dazu, seine Teilnahmen in Gstaad und Hamburg publik zu machen.

Nicht nur für Federer ist Twitter ein professionelles Medien-Tool geworden. Dasselbe gilt auch für Rafael Nadal. Der Spanier mit über viereinhalb Millionen Followers nutzt die Plattform nicht nur für private Zwecke, sondern auch für Promotionen und zur Imagebildung.

Jüngst sorgte der Mallorquiner für negative Schlagzeilen, als er versehentlich den Tod von Nelson Mandela verkündete. Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile und brachte den Weltranglisten-5. in eine missliche Lage. Die Entschuldigung für diesen Fauxpas folgte erst einige Stunden später.

Wawrinka und Cancellara locker und witzig

Dass Twitter eine unkomplizierte Möglichkeit bietet, um mit Fans und Journalisten in Kontakt zu treten, zeigen Fabian Cancellara und Stanislas Wawrinka. Die beiden Athleten geben sich auf dem Kurznachrichtendienst locker und witzig und ernten dafür praktisch nur positive Feedbacks.

«Meine Twitter-Einträge sind privat und beruflich zugleich. Die Fans mögen das», sagte Wawrinka kürzlich in einem Interview mit dem Sonntagsblick. «Die Leute mögen den direkten Kontakt. Ich bin es der antwortet und schreibt, nicht meine Sekretärin», erklärte Cancellara im Twitter-Interview mit SRF. Ungefiltert und authentisch eben - so wie es die Followers am liebsten mögen.

Wer folgt wem auf Twitter?

Während Roger Federer keinem anderen Spieler auf Twitter folgt, hat Rafael Nadal von den Top-Spieler/innen neben David Ferrer nur Viktoria Asarenka «abonniert». Nadal und Asarenka haben mit Benito Perez Barbadillo den gleich PR-Manager. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.