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Tennis allgemein Margaret Court sorgt für Eklat: «Tennissport ist voll von Lesben»

Die australische Tennis-Ikone Margaret Court hat erneut abfällige Kommentare über gleichgeschlechtliche Beziehungen platziert. Nun fordern namhafte Tennisspieler die Umbenennung der zweitgrössten Arena der Australian Open.

Court in «Ihrer» Arena an den Australian Open.
Legende: Unter Beschuss Margaret Court muss nach ihren Äusserungen viel Kritik einstecken. Getty Images

Court sagte in einer christlichen Radiosendung «Der Tennissport ist voll von Lesben». Transgender-Kinder bezeichnete die 74-Jährige als «Werk des Teufels». Zuvor hatte sie bereits Kritik an gleichgeschlechtlichen Beziehungen geäussert.

Mittlerweile haben Spielerinnen wie Martina Navratilova (60) gefordert, den Namen der «Margaret-Court-Arena» zu ändern und sogar einen Boykott des zweitgrössten Platzes der Australian Open gefordert.

Die zweitgrösste Arena der Australian Open bei einer Night Session.
Legende: Namenswechsel? Wird bald nicht mehr in der «Margaret-Court-Arena» gespielt? EQ Images

Murray äussert sich ebenfalls

«Wenn die Profis zu dem Entschluss kommen, dass der Name geändert werden soll, dann muss das aber vor dem Turnier nächstes Jahr geschehen», sagte der britische Weltranglistenerste Andy Murray am Rande der French Open in Paris.

Und fügte an: «Ich kann nicht verstehen, warum jemand damit Probleme hat, wenn sich zwei Menschen lieben und heiraten. Egal, ob es zwei Männer, zwei Frauen oder Mann und Frau sind.»

Die ehemalige US-Open-Siegerin Samantha Stosur sprach sich ebenfalls öffentlich gegen Courts Äusserungen aus, wie ihre australische Landsfrau Casey Dellaqua, welche direkt durch Courts Äusserungen angegriffen wurde. Der australische Tennis-Verband und die Betreiber der Anlage im Melbourne Park haben sich von Courts Aussagen distanziert.

Sendebezug: SRF zwei, sportflash, 30.05.2017, 20:00 Uhr

45 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Dutler (PeDu)
    Nach den Erfahrungen der letzten Monaten in diesem Forum, komme ich zur Erkenntnis, dass die Intollerantesten dieses Forums die sind die hier am lautesten Toleranz einfordern.
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  • Kommentar von Christian Hofstetter (hofi)
    In einigen Kommentaren kommt wieder einmal zum Vorschein, wie tolerant wir Schweizer sind: Nämlich gar nicht. Dass gleichgeschlechtliche Liebe im Jahre 2017 noch als Werk des Teufels angesehen wird, sagt viel aus über ein Land, in dem keine Debatten mehr stattfinden. Das Niveau - auch der Medien - ist manchmal derart schlecht, dass einem Angst und Bange werden kann. Wir hätten wirklich andere Probleme zu lösen. Nur wäre hierzu auch Intellekt gefragt. Einfach nur noch erbärmlich.
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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Es ist wohl immer gefährlich, irgendetwas nach einem lebenden Menschen zu benennen - wer weiss, welche Äusserungen er oder sie noch von sich gibt! Es ist sogar gefährlich, irgendetwas nach bereits verstorbenen Menschen zu benennen - wer weiss, welche dunklen Seiten von ihm oder ihr später noch aufgedeckt werden! Also lasst doch bitte den Personenkult. Den Court nach dessen Erbauer zu benennen wäre o.k. (wie beim Eiffelturm), oder "Australian Second Court", oder meinetwegen "Kangaroo Arena" ...
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