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WTA-Tour Auf Golubic und ihren Kampfgeist ist Verlass

Die Ladies Open in Biel können sich bei Viktorija Golubic bedanken, dass das neu lancierte Turnier nicht schon ab der 2. Runde ohne Schweizer Einzelspielerin auskommen muss. Die Zürcherin rang Laura Siegemund mit 6:2, 4:6, 7:6 nieder.

  • Souveräner Start: Golubic kontrolliert die Partie bis Mitte des 2. Satzes
  • Schwierige Fortsetzung: Dann gerät sie aus dem Tritt, wird aber nach 160 Minuten erlöst
  • Starke Perspektiven: Im Achtelfinal wartet eine Qualifikantin mit dem WTA-Ranking 108

Viktorija Golubic konnte in Biel einen weiteren erfolgreichen Heimauftritt auskosten. Nach dem schnellen Aus von Belinda Bencic und Rebeka Masarova im Seeland hält die Gstaad-Siegerin im Einzeltableau die Schweizer Fahne hoch.

Die 24-Jährige hätte es gegen Laura Siegemund, die als Nummer 37 in der Weltrangliste um 17 Positionen besser klassiert ist, wesentlich einfacher haben können. Doch letztlich ist eine Nervenschlacht und ein Zermürbungskampf daraus geworden.

Aufbäumen hier, Leistungsabbau da

Die Partie lief zunächst an der Deutschen vorbei. Siegemund war in der Vorwoche in Charleston noch im Halbfinal gestanden und deshalb erst kurzfristig angereist. Diese Strapazen konnte die Turniernummer 5 erst mit der Fortdauer des Matches abschütteln.

Dies wiederum führte zu einer Schockstarre bei der Schweizerin. So kassierte sie nach 3 Gameverlusten in Serie den Satzausgleich. Nach weiteren 3 verlorenen Spielen in Folge war der Fehlstart in den 3. Umgang perfekt.

Legende: Video Golubic dankt dem Publikum: «Es war wie Fed-Cup-Stimmung» abspielen. Laufzeit 3:48 Minuten.
Vom 12.04.2017.

Vom 0:3 zum siegreichen Tiebreak

Doch die Kämpfernatur aus Zürich meldete sich zurück. Sie egalisierte das Skore zum 3:3 – und ging auch in der Folge den komplizierteren Weg. So liess sie in der Endphase des 3. Umgangs 5 Chancen auf einen vorentscheidenden Servicedurchbruch ungenutzt.

Im Tiebreak konnte Golubic dann aber das Ruder endgültig zum 7:3 herumreissen. «Ich behielt die Nerven», meinte sie nach ihrem Coup. «Ausserdem gelang es mir im 3. Satz, wieder aggressiver zu spielen.» Im Bieler Achtelfinal wartet nun mit Alexandra Sasnowitsch (WTA 108) eine Qualifikantin aus Weissrussland (Donnerstag ab 18:30 Uhr, wiederum live auf SRF zwei).

Bacsinszky/Hingis weiter

Das Revival des Olympia-Silber-Doppels von Rio war von Erfolg gekrönt. Timea Bacsinszky/Martina Hingis überstanden in Biel souverän die Starthürde. Sie schlugen die lettisch-deutsche Paarung Diana Marcinkevica/Carina Witthöft mit 6:2, 6:3.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.04.2017 18:30 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Chrigi Gross (chrigig)
    Eindeutig mehr Kampfgeist als Belinda, BRAVO Viktorija!
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Ich habe eine Sequenz des 2. Satzes gesehen und da war Golubic nicht besonders gut unterwegs. Der Service war zu wenig präzis und hart und so war sie bei jedem einzigen Servicepunkt unter Druck. Im Gegensatz zu Bencic, die auch auf Interclubniveau Probleme hätte, ist Golubic aber sehr fit und austrainiert. Die Ansätze bei den CH-Frauen sind nicht schlecht, aber eine wirklich überzeugend starke Spielerin ist momentan nicht in Sicht.
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