Bencic: Dank Privat-Jet und Kampfgeist zum nächsten Sieg

Bereits am Tag nach ihrer Finalniederlage in Tokio stand Belinda Bencic wieder im Einsatz. Beim WTA-Turnier in Wuhan setzte sich die Schweizerin in der 1. Runde mit 7:5, 7:5 gegen Ajla Tomljanovic durch.

Belinda Bencic quälte sich in Wuhan zum Sieg.

Bildlegende: Grosser Kampfgeist Belinda Bencic quälte sich in Wuhan zum Sieg. Keystone

Es war keine einfache Auftaktpartie für Belinda Bencic in Wuhan, Frust und Freude wechselten sich in regelmässigen Abständen ab. Es war offensichtlich, dass die Überfliegerin mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte. Wenig verwunderlich, hatte sie doch noch am Sonntag in Tokio im Einsatz gestanden.

Dem Privat-Jet sei Dank

Nach dem Ende des Finals um ca. 14 Uhr Ortszeit hiess es Pressekonferenz, kurzer Besuch beim Physio, Koffer packen und ab nach China, ins rund 2400 Kilometer entfernte Wuhan - eine rund siebenstündige Reise. «Für die Finalisten in Tokio wird zum Glück jeweils ein Privat-Jet zur Verfügung gestellt, ansonsten wäre ein solcher Kraftakt nicht machbar», erklärte Bencic gegenüber SRF Sport.

Für Bencic ging es am Sonntag von Tokio nach Wuhan.

Bildlegende: Intensives Programm Für Bencic ging es am Sonntag von Tokio nach Wuhan. Google Maps

Am Montag stand die Weltranglisten-14. dann gegen 17:30 Uhr wieder wettkampfmässig auf dem Platz - keine einfache Umstellung. «Es ist ein anderer Belag, andere Bälle. Es sind komplett unterschiedliche Bedingungen», so die 18-Jährige.

Comebacks in beiden Sätzen

Von den erschwerten Rahmenbedingungen liess sich Bencic aber ebenso so wenig aus dem Konzept bringen wie von ihrer Gegnerin Ajla Tomljanovic (WTA 54). Die Kroatin war kurzfristig ins Hauptfeld gerückt, nachdem Bencics eigentliche Kontrahentin Eugenie Bouchard aufgrund der Folgen ihrer Hirnerschütterung kurzfristig hatte Forfait erklären müssen.

«  Jetzt steht erst einmal eine intensive Behandlung beim Physio an. »

Belinda Bencic

Bencic hatte den Sieg ihrem grossen Kampfgeist und der Nervenschwäche ihrer Gegnerin zu verdanken. Sie lag in beiden Sätzen mit Break zurück, konnte den Kopf aber jeweils aus der Schlinge ziehen. Nach rund anderthalb Stunden verwertete sie sichtlich erschöpft ihren ersten Matchball. «Ich bin sehr froh, dass ich gewonnen habe, aber natürlich ziemlich müde. Jetzt steht erst einmal eine intensive Behandlung beim Physio an», so die zweifache Turniersiegerin.

Volles Programm am Dienstag

Eine Verschnaufpause gibt es für Bencic nun aber nicht - im Gegenteil. Bereits am Dienstag trifft sie in der 2. Runde auf die Italienerin Camila Giorgi (WTA 33). Und auch im Doppel steht die Schweizerin im Einsatz. Zusammen mit der Tschechin Barbora Strycova spielt sie gegen die Kichenok-Zwillinge aus der Ukraine.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 27.9.2015, 7:10 Uhr.

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