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Frauen-Tennis in Lugano Die Hoffnung auf einen doppelten Neuanfang

Nach nur einem Jahr in Biel wagt das Frauen-Spitzenturnier in Lugano einen Neuanfang. Werden die Schweizerinnen dadurch beflügelt?

Legende: Audio Das Finanzierungskonzept des Turniers abspielen.
3:36 min

Einen langen Schnauf bewies die Vorgänger-Veranstaltung nicht. Die neu lancierten Ladies Open waren nur gerade ein Jahr lang in Biel domiziliert. Ausgetragen wurde die Premiere 2017 in der neuen Halle auf Hartplatz. Dann kam's zum Lichterlöschen.

Mittlerweile hat das Turnier der dritthöchsten Kategorie eine neue Heimat, idyllisch gelegen im TC Lido an den Gestaden des Lago di Lugano. Absicht des Umzugs war ein Belagswechsel. So wird neu auf Sand gespielt – das Tessin markiert 7 Wochen vor dem Höhepunkt mit den French Open in Paris den Auftakt zur Sandsaison.

Das Turnier in Zahlen

TurnierkategorieSand-Event der dritthöchsten Stufe
Preisgeld
250'000 Dollar
Besetzung8 Spielerinnen aus den Top 50
Centre Court
Platz für 2000 Zuschauer
(Tickets kosten zwischen 14 und 54 Franken)
TV-ÜbertragungIn 150 Ländern mit einem Potenzial
von 500 Mio. Fernseh-Zuschauern

Die Hoffnungen ruhen auf einem Trio

Der Neuanfang soll auch den Einheimischen neuen Schwung verleihen. Denn noch sind die Schweizerinnen nicht in dieser Saison angekommen. Es resultierten 2018 für Swiss Tennis erst 7 Siege auf der WTA-Tour. Auch im Vergleich zum Abschneiden im Bieler Seeland haben die Schweizerinnen einiges gut zu machen. Im Vorjahr waren sie ab den Viertelfinals nicht mehr vertreten, was das Etablieren eines neuen Events schwierig macht.

Kinder hören drei Tennisspielerinnen zu.
Legende: Warm-up mit der Jugend Viktorija Golubic, die verletzte Timea Bacsinzsky und Martina Hingis, die am Donnerstag ein spezielles Mixed-Double bestreiten wird. Keystone

Mit den gesundheitlich bedingten Forfaits von Timea Bacsinszky (WTA 46) und Belinda Bencic (WTA 71) für Lugano ist die gastgebende Fraktion bereits im Vorfeld empfindlich geschwächt worden. Es verbleiben diese 3 Hoffnungsträgerinnen im Haupttableau:

  • Viktorija Golubic (25-jährig, WTA 107): Die Zürcherin gilt als eigentliche Swiss Miss. Ihren bislang einzigen Turniersieg errang sie im Sommer 2016 in Gstaad. Auch der Fed Cup ist für Golubic eine Herzensangelegenheit, mehrfach konnte sie sich im Team-Wettbewerb schon auszeichnen.
  • Stefanie Vögele (28-jährig, WTA 119): Die Acapulco-Finalistin ist die aktuell formstärkste Schweizerin. Allerdings gehört Sand nicht zu ihrer bervorzugten Unterlage.
  • Jil Teichmann (20-jährig, WTA 136): Eine Wildcard verhilft dem Youngster zu einem grossen Auftritt. Die Auslosung meinte es indes nicht sehr gut mit Teichmann, wartet doch in der 1. Runde mit Alizé Cornet (Fr) die Weltnummer 35.

Die drei grössten Favoritinnen

  • Kristina Mladenovic (Fr/WTA 19) führt die Setzliste an.
  • Elise Mertens (Be/WTA 20) stand bei den Australian Open überraschend in den Halbfinals.
  • Swetlana Kusnezowa (Russ/WTA 29), ihr Palmarès ist geschmückt mit 2 Major-Titeln: 2004 bei den US Open und 2009 bei den French Open.

Sendehinweis

SRF zwei überträgt ab Dienstag täglich um 17:30 Uhr Partien von den Ladies Open in Lugano. Am Samstag sind Sie auch bei den Halbfinals (ab 12 Uhr) sowie am Sonntag beim Endspiel (ab 14:15 Uhr) live dabei. Den vollen Service gibt es ebenfalls in unserer Sport App mit Livestream und Ticker.

Sendebezug: Radio SRF 1, «Morgengespräch», 09.04.2018 06:20 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Wysshaar (Seeländer)
    Vor einem Jahr hiess es, dass das der ideale Zeitpunkt für ein Hartplatzturnier sei. Plötzlich soll die Unterlage der Grund sein. Was da alles ablief finde ich eine Frechheit und mich würde es jetzt nicht stören, wenn es dafür im Tessin die ganze Woche regnen würde. Hier scheint übrigens bei 20° die Sonne, auch wenns ein Hallenturnier war. Die Spielerinnen genossen schon letztes Jahr die Sonne und das aufwärmen draussen bei 25°. Es war eine tolle lockere Atmosphäre und war hautnah dabei.
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    1. Antwort von Dorothee Meili (DoX.98)
      Und dieser Wunsch scheint voll in Erfüllung zu gehen! Auch ich verstehe nicht, was gegen Biel spricht?!
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    2. Antwort von Suat Ulusoy (SuatU)
      Könnten Sie das etwas ausführen, wenn Sie schreiben: "Was da alles ablief, finde ich eine Frechheit?" War letztes Jahr auch einen Tag in Biel und war sehr überrascht, dass nach nur einem Jahr der Standort bereits wieder gewechselt wurde. Und in dieser Woche nun tatsächlich grosses Wetterpech in Lugano...
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