Golubic mit der grossen Wende – Bencic und Vögele out

Viktorija Golubic hat sich beim Hartplatzturnier in Guangzhou nach heroischem Kampf in die 2. Runde vorgearbeitet. Belinda Bencic und Stefanie Vögele kassierten Niederlagen.

Viktorija Golubic ballt die rechte Faust.

Bildlegende: Starkes Comeback Viktorija Golubic tankte in China weiteres Selbstvertrauen. Keystone

Das Pflaster Asien hat einem Schweizer Frauen-Trio in der 1. Runde ganz unterschiedlichen Erfolg beschert.

  • Guangzhou: Viktorija Golubic s. Denisa Allertova (Tsch/WTA 89) 3:6, 6:3, 7:6 (7:4)
  • Tokio: Belinda Bencic u. Caroline Wozniacki (Dä/WTA 28) 2:6, 7:5, 1:6
  • Seoul: Stefanie Vögele u. Bethanie Mattek-Sands (USA/WTA 133) 2:6, 6:3, 3:6

Viktorija Golubic (WTA 67) befreite sich gegen Allertova gleich mehrmals aus brenzligen Situationen. Zunächst zeigte sie eine starke Reaktion auf den verlorenen Startsatz und glich das Skore aus.

Gleich anschliessend leistete sie sich jedoch einen Aussetzer und handelte sich im 3. Umgang gegen die Tschechin eine 0:4-Hypothek ein. Doch eine aufopferungsvoll kämpfende Golubic machte beide Aufschlag-Verluste wett, um darauf erneut mit Break in Rücklage zu geraten.

Gegnerin hat 3-stündigen Abnützungskampf hinter sich

Als Allertova zum Matchgewinn aufschlug, konnte Golubic nochmals kontern. Im Tiebreak brachte die 23-Jährige schliesslich ihre Aufholjagd nach 124 Minuten zu einem erfolgreichen Ende.

Als nächste Gegnerin wartet Sara Errani (WTA 36). Die Italienerin lieferte sich mit Xinyun Han (China/WTA 119) einen zähen Match und benötigte 3:08 Stunden für das 4:6, 7:5, 7:6 (10:8) – 5 abgewehrte Matchbälle inklusive.

Bencic nicht wie Golubic

Auch Belinda Bencic durchlief in Tokio bei der Neuauflage des letztjährigen Halbfinals gegen Caroline Wozniacki ein Wechselbad der Gefühle. Beim Stand von 2:6, 2:5 stand sie unmittelbar vor dem Out, ehe die Ostschweizerin mit 5 Gamegewinnen in Folge nach Sätzen ausglich. Im entscheidenden Durchgang hatte sie der Dänin dann wieder nichts mehr entgegenzusetzen. Für Bencic war es der erste Auftritt seit der 3.-Runden-Niederlage an den US Open.

Nach dem Ausgleich der Einbruch

Stefanie Vögele schlägt eine Vorhand.

Bildlegende: Es läuft ihr nicht Stefanie Vögele. Getty Images

Für Vögele geht das Warten weiter

Stefanie Vögele, die Weltnummer 101, unterlag in Seoul ebenfalls auf Hartbelag der um 32 Positionen schlechter klassierten Mixed-Olympiasiegerin Bethanie Mattek-Sands. In der fast zwei Stunden dauernden Partie hätte die Schweizerin durchaus ihre Chancen gehabt, erstmals seit bald 4 Monaten wieder ein Spiel im Haupttableau eines WTA-Turniers zu gewinnen.

Mit ihrem Service war die 26-jährige Aargauerin allerdings nicht effektiv genug. Allein im dritten Durchgang musste sie der Amerikanerin 3 Breaks zugestehen.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 20.09.2016 08:33 Uhr