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WTA-Tour Patty Schnyder: Als Teilzeit-Profi zurück ins Rampenlicht

Beim WTA-Turnier in Gstaad steht die 38-jährige Patty Schnyder als einzige Schweizerin in der 2. Runde. Es ist der vorläufige Höhepunkt des erstaunlichen Comebacks der einstigen Top-10-Spielerin.

Es ist wie Tag und Nacht: Vor einem Jahr erreichten in Gstaad 4 Schweizerinnen die 2. Runde. Im Halbfinal waren noch immer 3 dabei. Den Titel holte sich mit Viktoija Golubic eine Einheimische.

Ein Jahr später sind 4 von 5 Schweizerinnen schon in der Auftaktrunde gescheitert. Die Ausnahme: Ausgerechnet Patty Schnyder.

Ich führe kein Profileben – ganz und gar nicht.
Autor: Patty Schnyder

Der Einzug der Baselbieterin, die im WTA-Ranking bereits wieder auf Platz 257 geführt wird, in die 2. Runde von Gstaad ist in vielerlei Hinsicht erstaunlich:

  • Schnyder, die vor 6 Jahren zurückgetreten war, spielte seit ihrem Comeback 2015 fast ausschliesslich auf der zweitklasigen ITF-Tour. 2016 brachte sie es bei ihren 3 einzigen Anläufen auf WTA-Stufe in Charleston, Gstaad und Linz auf keinen Sieg im Hauptfeld.
Legende: Video Schnyder: «Super, dass ich weiter spielen darf» abspielen. Laufzeit 0:22 Minuten.
Vom 19.07.2017.
  • Die 1978 geborene Schnyder ist mit ihren 38 Jahren und 7 Monaten die mit Abstand älteste Spielerin in den Top 1000 der WTA-Weltrangliste – keine andere ist vor 1980 geboren. Zum Vergleich: Die Russin Anastasia Potapowa, im Ranking 3 Plätze vor Schnyder klassiert, hat Jahrgang 2001.
  • Im November 2014 brachte Schnyder Töchterchen Kim Ayla zur Welt. «Ich führe kein Profileben – ganz und gar nicht», sagt sie. Für Schnyder ist Tennis noch ein 50-Prozent-Job; nur der Vormittag steht fürs Training zur Verfügung. «Und so ist es halt nicht einfach, im Ranking hochzukommen.»

Am Donnerstag versucht Schnyder in Gstaad gegen die 20-jährige Qualifikantin Antonia Lottner die Viertelfinals zu erreichen. Letztmals ist dies der ehemaligen Weltnummer 7 an einem WTA-Turnier vor 7 Jahren in Linz geglückt. «Ich werde alles versuchen, um weiterzukommen», verspricht Schnyder.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.7.17, 17:30 Uhr

1 Kommentar

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Bevor das Turnier zu Ende ist - etwas Eisenbahn-Geografie für die Kommentatoren: Die Züge der MOB, die man zunächst pfeifen und dann über die kleine Brücke oberhalb des Tennis-Courts fahren hört - die fahren nicht Richtung Westschweiz, sondern in die andere Richtung: der Bergflanke entlang in einer langgezogenen Rechtskurve zur Passhöhe bei Schönried und weiter nach Zweisimmen. Richtung Westschweiz geht's im Tal der Saane entlang nach Saanen - Rougemont - Château d'Oex und weiter nach Montreux.
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