5 bewegende Bücher: Die Lese-Tipps der SRF-Literaturredaktion

Das Laufen bietet Stoff für bewegte und bewegende Geschichten. Die SRF-Literaturredaktion empfiehlt Bücher, die erst ans Sofa fesseln – und dann zu mehr Bewegung animieren.

Buch-Cover von Haruki Murakami.

Bildlegende: . Dominik Butzmann

Haruki Murakami: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

Haruki Murakami ist ein grosser Schriftsteller, und er versteht etwas vom Laufen. Ohne zu missionieren, schildert er in «Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede» in einer einfachen, poetischen Sprache, wie er beim Laufen Inspiration und Kraft holt. Er erzählt vom grossen Glück, aber auch von Frustrationen und vom Versagen bei Laufwettbewerben. (Dumont 2009)

Buch-Cover von Jean Echenoz.

Bildlegende: . Berlin Verlag

Jean Echenoz: Laufen

Die tschechische Lokomotive: Das war der Spitzname, den man Emil Zapotek, dem Weltklasse-Langstreckenläufer, in den 1950er-Jahren gab. Jean Echenoz hat ihm in seinem Roman «Laufen» ein literarisches Denkmal gesetzt. Das 125-seitige Buch liest sich leicht und bietet aber mehr als nur die Geschichte eines Läufers. «Laufen» ist eine bestürzende Parabel über eine Diktatur während des Kalten Krieges. (Berlin Verlag 2009)

Rot-graues Buch-Cover von Matthias Politycki.

Bildlegende: . Hoffmann und Campe

M. Politycki: Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken

Es gibt Ratgeber-Bücher, die zeigen, wie man am besten trainiert. Aber selten befasst sich die Literatur mit den 42,195 Laufkilometern. Matthias Politicky hat es getan. Er ist auch einer der «Verrückten», der seit 40 Jahren läuft und seit 40 Jahren schreibt. Sein Buch «Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken» ist in 42 Kapitel aufgeteilt. (Hoffmann und Campe 2015)

Buch-Cover von Rachel Joyce, in Brauntönen.

Bildlegende: . Krüger

Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Harold ist Rentner und führt ein beschauliches Leben. Bis ein Brief von seiner früheren Kollegin Queenie sein Leben verändert. Sie lebt in einem Sterbe-Hospiz. Harold schreibt einen Antwortbrief, aber als er ihn einwerfen will, läuft er am Briefkasten vorbei. Er lässt auch das Postamt hinter sich, läuft aus der Stadt hinaus, immer weiter. 1000 Kilometer – zu Fuss. Zu Queenie. (Krüger 2012)

Buch-Cover von Alan Sillitoe.

Bildlegende: . Diogenes

Alan Sillitoe: Die Einsamkeit des Langstreckenläufers

Das Kultbuch für alle gebildeten Läufer und Läuferinnen: «Die Einsamkeit des Langstreckenläufers» wurde durch die Verfilmung weltbekannt. «Laufen ist bei uns zu Hause immer grossgeschrieben worden, besonders das Weglaufen vor der Polizei», sagt der junge Protagonist Colin Smith. Wegen eines Diebstahls landete er in einer Jugendstrafanstalt. Der Direktor der Anstalt entdeckt Colins Lauftalent und will, dass er das Rennen um die Landesmeisterschaft gewinnt. Doch für Colin bedeutet gewinnen etwas anderes. (Diogenes 2007)