Kantonsrangliste: Basel-Stadt schwingt obenaus

Während der «SRF bewegt»-Woche dominierten die kleinen Kantone die Grossen sehr deutlich. Erklärungen waren schnell zur Hand: Die Genfer rennen durch Rebberge, im Appenzell schwört man auf Alpenbitter als Kurvenöl. Doch warum liefen die App-User aus Basel-Stadt im Durchschnitt am weitesten?

Ein kleiner Kanton wie Basel-Stadt, der hat doch keine Chance bei «SRF bewegt». Falsch! Basel-Stadt kann flächenmässig zwar nicht mit den grossen Kantonen mithalten. Das hält die Basler jedoch nicht davon ab, immer wieder ihren sportlichen Siegeswillen unter Beweis zu stellen.

«  Basel ist eine Fussballstadt, eine Tennisstadt und insgesamt eine Sportstadt. »

Guy Morin
Regierungspräsident Basel-Stadt

Basel ist auch ausserhalb von «SRF bewegt» eine sportliche Vorzeigestadt. Der FC Basel ist bereits zum sechsten Mal in Folge Schweizer Meister. Zudem ist Basel die Geburtsstadt von Tennislegende Roger Federer. Basel-Stadt kann gar nicht anders als sportlich zu sein, scheint es. An was liegts?

Regierungspräsident Guy Morin sieht den Grund für die Leistung der Basler in der Infrastruktur der Stadt. Die Distanzen sind kurz, sodass viele Basler die ÖV oder das Velo nutzen. In Basel haben 50 Prozent der Haushalte nicht einmal ein Auto.

Nicht nur die Bürger von Basel sind sportlich unterwegs. Auch die Mehrheit von Basels Regierung fährt täglich mit dem Velo oder kommt zu Fuss zur Arbeit. Guy Morin selber geht mehrmals die Woche ins Fitnessstudio.

Genf, Appenzell, Basel – Kleine zeigens den Grossen

Wir können uns vorstellen, dass die St. Galler, Badener, Churer und Luzerner durchaus ein wenig frustriert sind. Trotz erfolgreich absolvierten City-Duellen sind es ausgerechnet die kleinen Kantone, die die Rangliste bei «SRF bewegt» anführen. An Genf, Appenzell Innerrhoden und Basel-Stadt gab es bald kein Vorbeikommen mehr. Einige User verrieten uns ihre Geheimnisse.

«Wir Genfer machen unsere Meter in den Weinreben»

Der Kanton Genf wies eine der tiefsten Teilnehmerzahlen bei «SRF bewegt» auf. Am Mittwochabend waren gerade mal 51 User in der App registriert. Diese vergleichsweise wenigen User reichten jedoch aus, um den südwestlichen Zipfel der Schweiz an die Spitze der Kantonsrangliste zu hieven.

Mit einem grossartigen Durchschnitt von 21 Kilometern pro Person boten sie geraume Zeit Basel-Stadt die Stirn. An den Genfern kam keiner leicht vorbei.

«  Wir haben so viele Reben im Kanton Genf. Wir rennen den ganzen Tag durch alle Reben und probieren die besten Trauben zu produzieren, um den besten Wein zu machen. »

Martin
Teilnehmer aus Genf

Auf Anfrage erhielten wir verschiedene Erklärungen für die stolze Leistung der Genfer. Während Martin das sportliche Potenzial der Genfer Weinreben offenlegte, sahen andere den Grund bei den langsamen ÖV im Kanton. Zu Fuss oder mit dem Velo sei man einfach schneller.

Appenzell: Mit kurzen Beinen an die Spitze der Kantonsrangliste

Viele staunten nicht schlecht, als sich Appenzell Innerrhoden zu Beginn der Woche an die Spitze der «SRF bewegt»-Rangliste festbiss. Wie machte einer der kleinsten Kantone der Schweiz das nur?

Auch wenn jetzt alle kurzbeinigen Teilnehmenden in einen Freudenjubel ausbrechen, das kann ja nicht alles sein. Rosie Hörler verrät ein weiteres Geheimnis des sportlichen Kantons: Appenzeller Alpenbitter eigne sich mit seinen 42 Kräutern auch hervorragend als «Kurvenöl». Na dann, Prost!

Gilbert Gress erwartet mehr von Neuenburg

Für Gilbert Gress war der dauerhafte letzte Platz der Neuenburger untragbar. Er erwartete mehr von dem frankofonen Kanton. Kurzzeitig war Neuenburg zwar in den Top 10, bald stellte er aber wieder das Schlusslicht dar.