Rundum fit: Die 5 Säulen unserer Fitness

Pfeilschnell, ausdauernd wie ein Pferd, Stark wie ein Stier, dehnbar wie ein Bungee-Seil und geschickt wie ein Jongleur – so käme der Athlet mit perfekter Kondition daher. Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination machen unsere körperliche Leistungsfähigkeit aus.

Wer eine gute Kondition mit guter Ausdauer gleichsetzt, liegt falsch. Zumindest aus Sicht der Sportwissenschaft. Ein langer Atem allein macht noch keinen perfekten Athleten aus, dazu gehört mehr: Erst in Kombination mit Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination wird die Ausdauer zum athletischen Gesamtpaket.

Durchhalten: Ausdauer

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Was unterschiedet Trainierte von Untrainierten?

4:41 min, aus Puls vom 16.6.2014

Wer als langjähriger Sportmuffel seinen Körper auf Vordermann bringen will, fängt meist bei der Ausdauer an. Nicht selten auf ärztlichen Rat. Dafür gibt es gute Gründe, denn die positiven Effekte des Trainings sind vielfältig: Das Herz- Kreislaufsystem wird auf Vordermann gebracht, die Psyche profitiert genauso wie die Muskulatur und Ausdauer lässt sich auch im höheren Alter noch sehr gut trainieren. Was dabei im Körper abläuft und wieso trainierte Athleten in der Lage sind mehr zu leisten, ist im nebenstehenden Video erklärt.

Zupacken: Kraft

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Was bringen Proteinpräparate beim Krafttraining?

5:08 min, aus Puls vom 17.6.2013

Die ganz grossen Kraftleistungen sind, anders als bei der Ausdauer, der Jugend vorbehalten: Zwischen 20 und 30 Jahren ist die Kraft am besten trainierbar und Athleten erreichen ihr Leistungsmaximum. Doch auch in den Jahren danach tut regelmässiges Krafttraining gut: Wer nicht nur im bequemen Bürostuhl und abends auf dem Sofa versinkt, sondern seinen Körper fordert, kann die muskuläre Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter auf einem guten Niveau halten. Dafür braucht nicht einmal teure Geräte, auch mit dem eigenen Körpergewicht lässt es sich prima trainieren.

Schnell weg: Schnelligkeit

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«Einstein» sprintet gegen Usain Bolt

9:37 min, aus Einstein vom 27.8.2009

Noch schlechter als um die Kraft ist es um den Erhalt der Schnelligkeit bestellt, sie nimmt schon mit Mitte 20 ab. Usain Bolt war bei seinem Weltrekord über 100 m knapp 23, sein Vorgänger Asafa Powell 24 Jahre alt. Aber Schnelligkeit ist ohnehin nicht jedem in gegeben. Wir besitzen schnell kontrahierende Muskelfasern und langsame, die eher für Ausdauerleistungen vorteilhaft sind. Das Verhältnis bestimmen die Gene – und während die Ausdauerfähigkeit sich gut trainieren lässt, lässt sich der Anteil an «schnellen» Muskelfasern kaum erhöhen.

Geschmeidig bleiben: Beweglichkeit

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Beweglichkeit kann auch krankhaft sein

5:03 min, aus Puls vom 20.2.2012

Unsere Gelenke würden viele Bewegungen erlauben, wenn Muskeln, Sehnen und Bänder mitspielen. Wer nicht regelmässig etwas für seine Beweglichkeit tut, bekommt die Quittung: einseitige Belastungen und ewiges Sitzen bleiben nicht ohne Folgen, die Statik des Körpers verändert sich. Häufig verkürzen sich die Muskeln im Nacken- und Brustbereich, im unteren Rücken, an den Oberschenkel-Rückseiten und in den Waden. Es gilt, verkürzte Muskeln zu dehnen und ihre Gegenspieler zu kräftigen.

Gar nicht so einfach: Koordination

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Schlusspunkt – der Flug des Iouri Podladtchikov

0:34 min, aus sportlounge vom 12.1.2015

Wer nach sportlicher Perfektion strebt, kommt am Thema Koordination nicht vorbei. Und diesem sollte man sich früh widmen: Vom 7. Lebensjahr bis zur Pubertät machen Kinder den grössten Entwicklungssprung, was koordinative Fähigkeiten angeht. Die Kunst, Bewegungen perfekt zu dosieren, sich auch in komplexen Situationen schnell zu orientieren und auf Unvorhergesehenes zu reagieren, unterscheidet in vielen Disziplinen den Spitzenathleten vom Durchschnittssportler.