Nico Semsrott: Depression kann so lustig sein

Der Hamburger ist Kabarettist, Comedian, Slampoet und damit äusserst erfolgreich. Dennoch ist er vor allem eines geblieben: Mit sich und der Welt im Unreinen. Anlässlich seines neusten Besuchs bei «Giacobbo/Müller» führt er seine Kampagne mit dem Ziel, die Zahl der Depressiven zu verdoppeln, weiter.

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Auftritt: Nico Semsrott

5:56 min, aus Giacobbo / Müller vom 10.11.2013

In drei Phasen zum Misserfolg

Nico Semsrott findet viel Gutes an einer Depression und ortet das Problem bei den ewigen Optimisten und unermüdlichen Gutmenschen: «Depressive wollen Veränderung. Und zwar schnell. Das Problem sind die Zufriedenen.» In seiner gewohnt schwermütigen und abgelöschten Art führt Semsrott auf der Bühne durch die drei Phasen einer erfolgreichen Wende zum Misserfolg: Demotivieren, demoralisieren und deprimieren.

Kein Zuschauer soll zu glücklich, um nicht von den Vorzügen des Unglücklichseins überzeugt zu werden. Um sein Ziel zu erreichen, bedient sich Nico Semsrott nicht nur einer «peinlich-primitiven PowerPoint-Präsentation», wie er sie selber nennt, sondern versüsst seinen Auftritt zusätzlich mit selbst gebackenen Unglückskeksen:

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