Treatment Award – Martin Suter präsidiert die Jury

SRF und Telepool Zürich lancierten mit dem Zurich Film Festival zum dritten Mal den Treatment Award. Sechs Finalisten sind nun zum Pitching eingeladen – eine Jury um Autor Martin Suter bestimmt den Gewinner oder die Gewinnerin. Es winkt ein Beitrag zur Drehbuchentwicklung von bis zu 25‘000 Franken.

Martin Suter in Porträtansicht. Er steht vor einem grossen Bücherregal und blickt in die Kamera.

Bildlegende: Der Schweizer Schriftsteller und Drehbuchautor Martin Suter präsidiert die Jury des Treatment Awards. Keystone

SRF und die Vertriebsfirma Telepool Zürich haben in Zusammenarbeit mit dem Zurich Film Festival 2015 zum dritten Mal den Treatment Award ausgeschrieben. Autorinnen und Autoren konnten sich mit einem Treatment für einen langen Kino- oder Fernsehspielfilm zum Thema «Die Schweiz von morgen» am Wettbewerb beteiligen. Die Bewerbungsfrist war am 31. Juli 2015.

Treatment Award am Zurich Film Festival

Die Jury besteht aus Martin Suter (Bestseller-Autor, Jurypräsident), Philippe van Doornick (Deputy Managing Director und Head of Telepool Zürich) und Urs Fitze (Bereichsleiter Fiktion SRF). Sie haben die eingereichten Treatments gesichtet und sechs Finalisten bestimmt.

Die Finalisten sind am 1. Oktober zum Script Day der Zurich Master Class im Rahmen des Zurich Film Festival eingeladen. Dort können sie sich mit namhaften Vertretern der Filmbranche austauschen. In einem Pitching im Anschluss präsentieren sie ihre Treatments separat der Jury, die den Gewinner oder die Gewinnerin bestimmt.

Die feierliche Übergabe des Treatment Award findet im Rahmen der Award Night des Zurich Film Festival am 3. Oktober 2015 im Opernhaus Zürich statt.

Engagement für die Filmbranche

Der Treatment Award ist mit 5000 Franken dotiert. Zudem bekommt der Gewinner oder die Gewinnerin einen Entwicklungsvertrag im Wert von bis zu 25‘000 Schweizer Franken zur Erstellung eines Drehbuchs für einen langen Spielfilm für Fernsehen oder Kino. Mit dem Treatment Award wollen SRF, Telepool Zürich und Zurich Film Festival das Drehbuchschaffen in der Schweiz fördern.

«Filme sollten auch eine visionäre Kraft haben. Daher stellt die Ausschreibung 2015 eine erzählerisch herausfordernde Thematik für einen herausragenden und publikumswirksamen Kino- oder Fernsehfilm. Neben den gesellschaftlichen Veränderungen interessieren uns dabei vor allem starke Plots mit emotional packenden Geschichten und dem Fokus auf den zwischenmenschlichen Auswirkungen», sagt Urs Fitze, Bereichsleiter Fiktion bei SRF.

«Mit der Themenvorgabe ‹Die Schweiz von morgen› wollen wir Schweizer Autorentalente zum Blick nach vorne ermutigen, nachdem wir bereits erfolgreich einen spannenden historischen Stoff und eine berührende Gegenwartsgeschichte prämieren konnten», sagt Philippe van Doornick, Deputy Managing Director bei Telepool Zürich. «Starke Geschichten, die ein breites Publikum mit einer besonderen Erzählperspektive ansprechen, sind auch international sehr gefragt.»

«Das mit dem Award-Gewinn verbundene Preisgeld von Telepool Zürich und der Entwicklungsauftrag vom SRF haben unser Treatment revitalisiert - so dass wir im Anschluss alle anderen Förderstellen auch noch überzeugen konnten. Lang lebe Stürm! Lang lebe der Treatment Award», sagt Ivan Madeo, Produzent des Erfolgsfilmes «Der Kreis» und Gewinner des ersten Treatment Award mit dem Projekt über den Schweizer Ausbrecherkönig Walter Stürm «Bis ich tot bin oder frei».

Die bisherigen Gewinner

2013 wurde der Treatment Award erstmals vergeben. Ausgezeichnet wurde Dave Tucker für einen Drehbuchentwurf zur Geschichte des Ausbrecherkönigs Walter Stürm.

2014 gewann Christine Wiederkehr den Award. Sie wurde für einen Drehbuchentwurf zu einer Missbrauchsgeschichte ausgezeichnet.

Was ist ein Treatment? Und wie sieht die Stoffentwicklung bei Film- und Fernsehstoffen aus? Informationen dazu sind hier abrufbar.

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