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Schweizer Produktionen Spielfilme und Serien

SRF ist einer der wichtigsten Filmförderer der Schweiz und als solcher dem Schweizer Film verpflichtet. Neben der für das Filmschaffen zentralen Rolle als Koproduzentin trägt SRF aber auch viel zur Aufwertung und Wahrnehmung des Schweizer Films bei. So waren im Jahr 2020 über 230 Schweizer Filme im Programmangebot von SRF zu sehen, also durchschnittlich mehr als vier Schweizer Filme pro Woche. Seit dem Jahr 2000 hat SRF unter dem Label SRF Schweizer Film über 100 Fernsehfilme für die Primetime mit einer Länge von zumeist 90 Minuten produziert. Darunter waren Publikumshits wie «Sternenberg», «Die Herbstzeitlosen», «Akte Grüninger» oder jüngst «Eden für Jeden», die vor der TV-Ausstrahlung im Kino zu sehen waren.

Einen Schwerpunkt in der Produktion von fiktionalen Inhalten setzt SRF auf Serien; mit der beliebten Krimiserie «Wilder», mit der 2020 ausgestrahlten sechsteiligen historischen Serie «Frieden» rund um die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Schweiz in der Nachkriegszeit oder auch mit der humorvollen, vierteiligen Krimiparodie «Advent, Advent». Im Jahr 2021 strahlt SRF die Dramaserie «Neumatt» aus, die sich unter anderem mit den Herausforderungen der modernen Landwirtschaft auseinandersetzt. Ebenfalls zur Ausstrahlung gelangt 2021 die schräge Walliser Polizistenkomödie «Tschugger».

Die Spielfilme und die Serien entstehen in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Schweizer Filmszene. SRF ist der grösste Koproduzent des Landes und einer der wichtigsten Partner für das Schweizer Filmschaffen und damit auch ein Garant dafür, dass sich die unabhängige, vielfältige Filmbranche kontinuierlich weiterentwickeln kann. Das Engagement von SRF für den Schweizer Film geht auf den Pacte de lʼaudiovisuel zurück: Im Rahmen des Kulturauftrags unterstützt die SRG das gesamtschweizerische Filmschaffen jährlich mit weit über 40 Millionen Franken.

Eine detaillierte Übersicht über das Engagement der SRG und von SRF im Rahmen des Pacte de lʼaudiovisuel ist hier, Link öffnet in einem neuen Fenster zu finden.

Fiktionale Eigenproduktionen

Sarah Spale als Rosa Wilder und Markus Signer als Kägi
Legende: Sarah Spale als Rosa Wilder und Markus Signer als Kägi SRF

«Wilder»

Kantonspolizistin Rosa Wilder (Sarah Spale) und Bundeskriminalbeamter Manfred Kägi (Marcus Signer) gehen als Ermittlerduo auf Verbrecherjagd – und das mittlerweile seit dem Jahr 2017. Die bereits dritte Staffel von «Wilder», die SRF im Januar und Februar 2021 ausgestrahlt hat, erreichte im Schnitt 687’000 Personen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Marktanteil von 34,4 Prozent. SRF beteiligt sich an der Produktion einer 57-minütigen Episode mit rund 780’000 Franken.

Annina Walt als Klara Tobler in «Frieden»
Legende: Annina Walt als Klara Tobler in «Frieden» SRF

«Frieden»

Das sechsteilige historische Drama «Frieden» beleuchtet ein prägendes, aber fiktional wenig erzähltes Kapitel der Schweizer Vergangenheit. Aus der Perspektive dreier junger Menschen erzählt «Frieden» die Geschichte einer Generation, die sich in der Nachkriegszeit, einer Zeit des Aufbruchs, an die Gestaltung der Zukunft wagt und ermöglicht ein vielschichtiges Verständnis über die komplexen Herausforderungen jener Zeit. SRF und die SRG beteiligen sich an einer Episode (49 Minuten) des historischen Dramas mit einer Million Franken.

Lara Stoll und Gabriel Vetter in «Advent, Advent»
Legende: Lara Stoll und Gabriel Vetter in «Advent, Advent» SRF

«Advent, Advent»

In der weihnachtlichen Krimiparodie «Advent, Advent» löst die tablettenabhängige Dorfpolizistin Nico Halter (gespielt von Lara Stoll) gemeinsam mit dem Geist ihres verstorbenen Arbeitskollegen Kevin (Gabriel Vetter) weihnachtliche Mordfälle. Gleichzeitig nimmt sich das ungewöhnliche Ermittlerduo dem Verschwinden von Nicos Bruder an Weihnachten 1995 an. Eine Episode (25 Minuten) der Krimiparodie, die im Dezember 2020 ausgestrahlt wurde, kostet im Schnitt 282’000 Franken.

Mit dem SRF Schweizer Film «Eden für jeden» hat Regisseur Rolf Lyssy seinen ersten TV-Film realisiert.
Legende: Mit dem SRF Schweizer Film «Eden für jeden» hat Regisseur Rolf Lyssy seinen ersten TV-Film realisiert. SRF

SRF Schweizer Film

Dank SRF werden Fernsehfilme in der Originalsprache Schweizerdeutsch mit bekannten Schweizer Gesichtern und unbekannten Talenten in den Hauptrollen produziert. Zu sehen sind diese Spielfilme wie «Eden für jeden» am Sonntagabend zur besten Sendezeit auf SRF 1. Die Schweizer Filme erzählen gesellschaftlich relevante und lokal verankerte Geschichten. An einem Fernsehfilm der Reihe SRF Schweizer Film beteiligen sich SRF und die SRG mit durchschnittlich 1,7 Millionen Franken.

Die zwei Hauptdarstellerinnen Anna Pieri Zuercher als Kommissarin Isabelle Grandjean und Carol Schuler als Tessa Ott
Legende: Die zwei Hauptdarstellerinnen Anna Pieri Zuercher als Kommissarin Isabelle Grandjean und Carol Schuler als Tessa Ott. SRF

Tatort

Der Sonntagabend ist «Tatort»-Abend: Seit vor über 50 Jahren die erste Folge über den Bildschirm flimmerte, hat sich der «Tatort» zur erfolgreichsten Krimireihe im deutschsprachigen Raum entwickelt, seit 2011 auch wieder mit Schweizer Beteiligung. SRF zeigt am Sonntag um 20.05 Uhr auf SRF 1 alle deutschen und österreichischen Folgen und produziert selber «Tatort»-Filme. Die Produktionskosten für einen Schweizer «Tatort» liegen bei rund zwei Millionen Franken. Im Gegenzug dafür erhält SRF die Ausstrahlungsrechte für deutsche und österreichische «Tatort»-Folgen.

Kino-Koproduktionen

«Zwingli – Der Reformator»
Legende: «Zwingli – Der Reformator» SRF

SRF ist Koproduzentin von jährlich rund 40 Kinospiel- und -Dokumentarfilmen sowie Kurz- und Animationsfilmen. Im Rahmen des Pacte de l’audiovisuel unterstützt SRF Kinoproduktionen jährlich mit vier Millionen Franken. Kinohits wie «Zwingli – der Reformator», «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» oder «Platzspitzbaby» sind als Fernsehpremieren mehrheitlich am Sonntag um 20.05 Uhr auf SRF 1 zu sehen. Kinofilme für ein jüngeres Publikum wie «Sami, Joe und ich», «Al Shafaq – Der gespaltene Himmel» oder «Blue my mind» sind am Mittwoch um 20.10 Uhr auf SRF zwei im Programm. Der wöchentliche Sendeplatz für das Schweizer Filmschaffen ist «CH:Filmszene», in der aktuelle einheimische Filmproduktionen, die von SRF unterstützt wurden, ihre TV-Premiere feiern. Auf dem Sendeplatz sind sowohl Spiel- wie auch Dokumentar-, Kurz- und Animationsfilme programmiert. Im Jahr der Pandemie hat SRF einen zusätzlichen Sendeplatz für Schweizer Filme am späten Montagabend auf SRF zwei geschaffen und Spielfilme wie «Strähl», «Der Unschuldige» und «Goliath» gezeigt.

Jan-Gregor Kremp
Legende: Jan-Gregor Kremp ist Kriminalhauptkommissar Richard Voss in «Der Alte». SRF

Dienstagskrimi

Ein fixer Termin für Krimifans ist seit vielen Jahrzenten der Dienstagskrimi mit spannenden Fällen aus unterschiedlichen deutschen Städten: Bei Krimireihen wie «Die Chefin», «Der Alte» oder «Ein Fall für zwei» engagiert sich SRF als Koproduzentin. An einer einstündigen Folge einer internationalen Koproduktion beteiligt sich SRF durchschnittlich mit 59’000 Franken.

«The handmaid's tale» –  Der Serienhit aus den USA.
Legende: «The handmaid's tale» – Der Serienhit aus den USA. SRF

Internationale Filme und Serien

Neben Spielfilmen für ein breites Publikum, darunter viele Free-TV-Premieren unter dem Label «kino hoch zwei», zeigt SRF zumeist in Zweikanalton oder in der Originalfassung mit Untertiteln auch ausgewählte Independent- und Arthouse-Produktionen für ein anspruchsvolleres Zuschauersegment. Kinder- und Jugendfilme sowie Kinoklassiker runden das Angebot ab. Die Kosten pro Spielfilm variieren marktbedingt stark und hängen von Faktoren wie Programmwert, Lizenzumfang, Produktionsjahr oder der Zahl der Ausstrahlungsrechte ab. Einkaufspreise orientieren sich aber auch an der Grösse eines Landes, was die Deutschschweiz mit fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern mit Staaten wie Österreich, Belgien oder Dänemark vergleichbar macht. Die Lizenzkosten für einen eingekauften Spielfilm liegen normalerweise zwischen 4000 und 70’000 Franken. In Einzelfällen können die Preise für Blockbuster leicht über diesem Rahmen liegen.

Bei den Serien legt SRF ein starkes Gewicht auf Qualitätsproduktionen vorab aus dem europäischen Raum, beispielsweise für den seit Januar 2019 neuen Sendeplatz am späteren Mittwochabend auf SRF 1. Serienfans mit einem Sinn für das Besondere kommen dort bei Produktionen wie «Meine geniale Freundin» aus Italien, «Bodyguard» aus Grossbritannien oder «The Handmaid’s Tale» aus den USA auf ihre Kosten. Eine feste Grösse im Serienprogramm von SRF ist der Serienmontag auf SRF zwei: Zu sehen sind international erfolgreiche Produktionen wie die US-Hits «Greyʼs Anatomy», «Chicago Fire», «Chicago Med», «A Million Little Things» oder «Station 19». Ausserdem will SRF seinen Zuschauenden immer wieder Eventprogrammierungen à la «Babylon Berlin» bieten. Die Rahmenbedingungen für Lizenzverkäufe im Serienbereich sind mit jenen von Spielfilmen vergleichbar. Für eine halbstündige Serie variieren die Lizenzkosten zwischen 2000 und 4000 Franken pro Episode, bei stündigen Serien liegen die Kosten pro Folge zwischen 2000 und 14’000 Franken.

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