Willy Benz, Weltraumforscher aus Leidenschaft

Willy Benz hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Der renommierte Weltraumforscher sucht nach Leben ausserhalb unseres Sonnensystems und leitet seit 2002 das Physikalische Institut der Universität Bern. Mehr über die Freude am Forscherdasein in unserem Fragebogen.

Weltraumforscher Willy Benz

Bildlegende: Mit Spass bei der Sache: Der Westschweizer Willy Benz ist Weltraumforscher mit Leidenschaft. SRF

Willy Benz hat schon als Kind am liebsten in den Sternenhimmel geschaut. Heute sucht und entdeckt er als einer der europaweit führenden Weltraumforscher Planeten in fernen Sonnensystemen. Wieso sind sie da, wieso sehen sie so aus, wie sie aussehen? Wieso sind wir da?

Für seine Lehre und Forschung gewann der Astrophysiker zahlreiche Preise. Seit 2008 ist er Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Weltraumfragen und seit 2010 Vorsitzender des Space Science Advisory Comittee der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Die Begeisterung für die Weltraumforschung lässt ihn auch bei der Beantwortung unseres Fragebogens nicht los:

1. Ein guter Forscher würde nie ...

aufgeben, auch wenn es nicht so geht, wie er es möchte.

2. Zum Forscher gemacht hat mich ...

meine Neugier.

3. Den Forschungsplatz Schweiz finde ich ...

durchaus wettbewerbsfähig und attraktiv, wie es der Erfolg der in den Schweizer Hochschulen arbeitenden Forscher in der europäischen Szene beweist.

4. Mein grösster Erfolg ...

ist, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben.

5. Meine grösste Niederlage ...

Die letzte ist immer die grösste, die anderen hat man schnell vergessen.

6. Auf neue Ideen komme ich am besten ...

beim Spazieren mit meinem Hund oder beim Kaffee trinken mit Kollegen.

7. Das wichtigste Buch für meinen Werdegang ...

wurde leider noch nicht geschrieben. Aber eigentlich bräuchte es eine ganze Bibliothek!

8. Jungen Forschern in der Schweiz empfehle ich ...

Spass an der Arbeit zu haben, nur so werden die langen Stunden interessant!

9. Die grösste Herausforderung für die Weltraumforschung der nächsten 20 Jahre wird sein ...

die Unterstützung der Grundlagenforschung weiterhin zu sichern. Man sollte vermeiden, ein rein anwendungsorientierter Forschungszweig zu werden, zum Beispiel mit Telekomsatelliten oder, um Platin auf Asterioden suchen zu gehen.

10. Wenn ich nicht mehr Forscher sein könnte, würde ich ...

mich wahrscheinlich sehr langweilen.

11. Der überflüssigste Forschungszweig ist ...

derjenige, der nichts bringt; nur weiss man im Voraus nicht, welcher es ist!

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Mit Cheops auf Planetenjagd

6:32 min, aus Einstein vom 10.1.2013

Willy Benz bei «Aeschbacher» am 27.9.2012

Video «Willy Benz» abspielen

Willy Benz

14 min, aus Aeschbacher vom 27.9.2012