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Lernen – gewusst, wie Beni Thurnheer will programmieren lernen. Schafft er das?

Der grosse Sportmoderator wird pensioniert und hat nun Zeit. Gibt es einen idealeren Zeitpunkt, um programmieren zu lernen? Nein! Beni, ab in unseren Programmier-Kurs!

Nach nur wenigen Minuten mit Beni Thurnheer vor dem Computer merke ich sofort, dass dieser Mann mehr will. «Aber da bin ich doch schon wieder Anwender und nicht Programmierer!» sagt er, als ich ihm die Oberfläche und Bedienung von «Scratch» demonstriere.
Natürlich hat er Recht: «Scratch» ist ein Programm! Mit ihm bringe ich ihm bei, wie die Grundprinzipien des Programmierens funktionieren. Danach könne er immer noch «ins richtige Programmieren» wechseln und seitenweise Codezeilen produzieren, verspreche ich ihm. So weit wird es aber gar nicht kommen, denn Beni Thurnheer freundet sich schnell mit «Scratch» an.

Didaktisch wertvoll

«Scratch» arbeitet mit einer sogenannten erziehungsorientierten Programmiersprache, Link öffnet in einem neuen Fenster – eine Sprache, dank der Kinder und Jugendliche programmieren lernen können, aber auch alle Personen, die noch keine Ahnung vom Programmieren haben. Wie Beni Thurnheer.

Das geniale an «Scratch» liegt in der grafischen Entwickleroberfläche, die es dem Anfänger erlaubt, Programmabläufe zu erstellen, ohne dass er auch nur eine Zeile Code schreiben muss. Programmieren bedeutet hier: Jeder Befehl, jeder Operation oder jedes Objekt ist eine eigene kleine Grafik, die der Benutzer per Drag & Drop unter- und ineinander zu einem Programmablauf, einer Befehlskette zusammenbauen kann.

Beni Thurnheer und Reto Widmer sitzen hinter einem Laptop.
Legende: Gelehriger Schüler: Beni Thurnheer (mit Lehrer Widmer) hat das Grundprinzip des Porgrammierens schnell begriffen. SRF

Wegen dieser Einfachheit ist «Scratch» bei Lehrpersonen beliebt und auch ich als designierter Lehrer des SRF-Sportmoderators habe nach wenigen Stunden Arbeit mit diesem Hilfsmittel den didaktischen Wert von «Scratch» erkannt.

Lernziel: Erreicht

Beni Thurnheer begreift das Grundprinzip nach einer rund fünfminütigen Einführung und programmiert ganz klassisch eine Variante des «Hallo Welt»-Programms, Link öffnet in einem neuen Fenster. Dann legt er los, eine raffinierte Erweiterung davon zu programmieren. Die geht so: Das Maskottchen von Olympia 2016 in Rio fragt den Benutzer nach seinem Namen, begrüsst ihn dann persönlich mit dem eingegebenen Namen und lädt ihn zu einem Spiel ein.

Screenshot von Beni Thurneers Olympia-Game
Legende: Beni Thurnheers Werk, das Olympia-Game: Ein Programm, das den Benutzer begrüsst und zu einem Schätz-Spiel auffordert. Screenshot

Im Spiel geht es dann darum zu schätzen, wie viele Tage es noch bis zur Eröffnung der nächsten olympischen Spiele dauert. Am Ende soll das Programm dem Spieler die korrekte Anzahl Tage anzeigen.

Für Beni Thurnheer ein Kinderspiel: Einzig bei der Berechnung der verbleibenden Tage benötigt er mehr als nur motivierende Bestätigung – er braucht Hilfe bei der Operation, die ihm die Tage ab einem bestimmten Datum berechnet. Aber dann ist ihm sofort alles klar – und sein eigenes Programm läuft.

«Beni, gimme five!»

Beni Thurnheers Olympia-Game könnt ihr hier anschauen, Link öffnet in einem neuen Fenster – und abändern. Denn sicher könnt ihr das noch besser! Links auf eure Remixes: Unten rein in die Kommentare.

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