Fitness-Apps motivieren – doch für wie lange?

Der Markt für digitale Fitness-Hilfen boomt: Apps zählen verzehrte Kalorien, gelaufene Meter – und fordern zum Sport auf. Doch wie nützlich sind solche Motivationshelfer wirklich? Und wie lange hält dieser Effekt an? Amerikanische Forscher haben diese Fragen untersucht.

Drei Hobbysportler zeigen ihre Uhren, die den Puls und andere Körperdaten erfassen.

Bildlegende: Soziale Kontrolle oder digitale Kontrolle? Forscher in aller Welt befassen sich mit der Frage, wie sich Menschen zu gesundem Verhalten motivieren lassen. Imago

Wie wirken digitale Hilfsmittel auf die Motivation, etwas für die Fitness zu tun? Um das herauszufinden, organisierten Forscher der Uni Pennsylvania einen Versuch mit 217 Studierenden. Sie konnten sich auf einer Webseite in kostenlose Fitnesskurse eintragen – doch nur ein Teil von ihnen bekam auch digitale Nachrichten mit Motivationsvideos oder Tipps zugesandt.

Eine zweite Gruppe wurden anders motiviert: Die Mitglieder wurden zu siebenköpfigen «Teams» sortiert. Sie bekamen via E-Mail und Webseite Infos über positive Fortschritte der anderen. Eine dritte Gruppe wurde zur Kontrolle gar nicht betreut.

Die Resultate nach mehr als drei Monaten: Die Werbebotschaften bei der ersten Gruppe sorgte dafür, dass die Fitness-Aktivität anstieg. Doch die Motivation hielt nicht lange an, während die Probanden mit «Fitness-Freunden» einen längeren Atem hatten – ihre Aktivitäten stiegen stetig an.

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