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Mensch Human Brain Project: In der Schweiz oder nirgends

Erst vor einem Jahr war es zum Aushängeschild der europäischen Forschung erkoren worden. Die grossen Ziele des Gehirnforschungs-Projekts könnten durch die Annahme der Initiative «Gegen Masseneinwanderung» verbaut werden. «Human Brain Project»-Direktor Henry Markram äussert in «ECO» seine Sorgen.

Legende: Video «Human Brain Project»-Direktor zum Szenario fehlender Gelder (e.) abspielen. Laufzeit 2:50 Minuten.
Vom 24.02.2014.

Es ist ein europäisches Leuchtturm-Projekt, es erhält Milliarden-Fördergelder, und es will nichts weniger als das menschliche Gehirn im Computer nachzubauen: das Human Brain Project. Unter der Führung der ETH Lausanne, neuerdings mit Sitz in Genf.

Mit der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative steht dessen Finanzierung auf einmal auf dem Prüfstand. «Wir sind besorgt», sagt der Leiter des Human Brain Projects, Henry Markram, gegenüber dem Wirtschaftsmagazin «ECO».

Die Finanzierung ist für die nächsten 30 Monate gesichert. Nachfolgen sollte das EU-Förderprogramm «Horizon 2020», auf das auch Schweizer Projekte wie dieses gezählt hatten. «Und nun haben wir mittendrin diese Unsicherheit, ob die Finanzierung weitergeht», so Markram. Man müsse sich klarmachen, was das Human Brain Project für die Gesellschaft und die Menschheit bedeute.

Zudem sei Europa erstmals führend in einem solch globalen Vorhaben. «Das zu verlieren, können wir uns nicht leisten», lautet die Überzeugung des israelischen Hirnforschers. «Es wäre nicht nur für die Schweiz und Europa ein Verlust, sondern für die ganze Welt, sollten wir das Human Brain Project aufgeben müssen.»

Nur durch die Schweiz konnte es zu einem globalen Projekt werden.

Auffallend: Eine Verlagerung des gesamten Projekts in ein anderes Land ist für Henry Markram keine Option. «Der Einsatz über die letzten fünf, sechs Jahre war herausstehend», so der 51-Jährige. Nur durch die Schweizer Unterstützung bezüglich der Hochleistungs-Computer und der personellen Ressourcen konnte das Projekt zu einem globalen werden. Für Henry Markram steht ausser Frage: «Das Human Brain Project könnte nicht ohne die Schweiz weitergeführt werden.»

Interview: Tilman Lingner

6 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli, Biel
    Aufällig wie die Profiteure der Globalisierung uns andauernd hirnwaschen und behaupten, dass es für die Schweiz eine Katastrophe sei, wenn nicht jährlich 90'000 Menschen in die Schweiz einwandern. Auf Kosten späteren Generationen soll jetzt die Wirtschaft masslos hochgefahren werden, koste es was es wolle, der Profit fällt jetzt an, die Probleme kommen nach uns. Wir haben den Atomstrom z.B. jetzt, die Entsorgung des Mülls und der AKW's verschieben wir auf 2060. Die Wirtschaft der Egoisten.
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  • Kommentar von rené studer, zürich, thailand
    "es erhält Milliarden-Fördergelder" für etwas Menschenfreundliches gibt es NIEMALS diesen Betrag!!! Hirn - Manipulation und Kontrolle ist schon verschiedentlich nachgewiesen worden. Schon Hitlers Schergen Forschten auf dem Gebiet. Die amerikanischen FEMA CAMPS zeigen eine andere Wahrheit. Der RFID - Chip ist auch bereit zur Implantation. Alle Indizien Sprechen eine eigene Wahrheit. Blue Brain Project ist der Vorgänger. Als Nachfolgeprojekt auf EU-Ebene ist das Human Brain Project zu verstehen.
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  • Kommentar von Maya Schmid, Chêne-Bougeries
    Das Beste wäre, dieses verdammte Projekt würde vergessen, denn nach Abschluss wissen diese sogenannten Wissenschaftler einiges über einen winzigen Teil eines Mausehirn und überhaupt NICHTS über das Hirn des (Un)Menschen. Zigtausend Tiere werden dafür mit dem Segen der Öffentlichkeit zu Tode gequält und alle applaudieren. Ich schäme mich ein Mensch zu sein.
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    1. Antwort von Dominik Golebiewski, Germany
      Dieser Kommentar ist absolut sinnlos. Gerade dadurch, dass man auf eine Simulation des menschlichen Gehirns zurückgreifen kann, wird früher oder später auf Tiermodelle verzichtet werden. Und der Teil mit dem Mäusehirn macht noch viel weniger Sinn. Kann es sein dass Sie das Human Brain Project mit dem Blue Brain Project verwechseln?
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