Wissenschaftler haben keinen Humor

Doch, haben sie. Drachen existieren, die Hölle wurde jetzt entdeckt und «Die Macht» wurde endlich gefunden. Eine kleine Auswahl der diesjährigen Aprilscherze in wissenschaftlichen Zeitschriften und von Forschungsinstitutionen.

Ein Mann mit Laserschwert steht vor dem Teilchenbeschleuniger

Bildlegende: «Die Macht» existiert: CERN-Forscher suchen schon lange nach der geheimnisvollen Energie. Nun sind sie fündig geworden. Max Brice and Daniel Dominguez/CERN

Die Hölle ist auf Merkur

Im Fachmagazin «Science» wird berichtet, die Nasa hätte auf dem Planeten Merkur Hinweise gefunden, dass die Hölle tatsächlich existiere. Beim Absturz der Raumsonde «Messenger», die um den Merkur kreist, habe diese seltsame Aufnahmen übermittelt – es klinge wie schreiende Menschen. Und auch Bilder zeigten, wenn auch ganz verschwommen, Erscheinungen, die wie Menschen aussehen. Die Nasa fühle sich damit in ihrem Auftrag bestätigt: Der US-amerikanische Kongress habe ihr deutlich gemacht, sie solle «zur Hölle fahren». Mission erfüllt.

Die Drachen sind unter uns

Immer mehr Beweise gibt es, dass Drachen tatsächlich existierten. So erwähnt das Fachblatt «Nature», dass Drachen während der so genannten kleinen Eiszeit im Mittelalter, in einen Schlaf gefallen seien, den «Great Sleep». Dies sei beweisbar durch den eindeutigen Zusammenhang von kühleren Temperaturen ab dem 15. Jahrhundert und der schwindenden Anzahl an Rittern, die traditionellerweise zur Drachenbekämpfung eingesetzt wurden.

Ein weiterer klarer Beweis sei die Zunahme der Temperaturen ab dem 19. Jahrhundert nach der kleinen Eiszeit und die gleichzeitige Zunahme von Drachen in der Literatur. Nun, lange wird’s also nicht mehr gehen, bis die ersten Drachen tatsächlich gesichtet werden.

Möge die Macht mit dir sein

Was Yoda einst zu Luke Skywalker in den «Star Wars»-Filmen sagte, war immer ein Rätsel. Was ist diese Macht? Existiert sie wirklich? Am Cern in Genf sucht man schon lange danach. Nun wurde man offenbar fündig, dank der höheren Energie, mit der der Teilchenbeschleuniger jetzt arbeiten kann. Die Entdeckung sei so fundamental, dass den Cern-Physikern sogar egal ist, wie genau es funktioniert. Dank der «Macht» könnten sie aber endlich Bücher herumfliegen lassen und schwere Sachen aus einem Sumpf emporheben.


Die Scherzmeldungen vom 1. April

6:42 min, aus Wissenschaftsmagazin vom 04.04.2015