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E-Auto, Hybrid und Co. So klimafreundlich sind unsere alternativen Antriebe

Ob Elektro, Hybrid, Gas oder Wasserstoff: Die Alternativen zum klassischen Verbrennungsmotor sind auf dem Vormarsch. Welche schonen die Umwelt wirklich?

Aktuell sind auf den Schweizer Strassen rund 70'000 Elektroautos unterwegs – also nur 1.5 Prozent der insgesamt 4.7 Millionen PKWs. Wäre es überhaupt möglich, alle Schweizer Autos mit Strom anzutreiben? Marina Fischer von «SRF CO2ntrol» hat nachgerechnet: Unser Strombedarf würde um 20 bis 25 Prozent steigen.

Autofahren soll umweltschonender werden. Sei dies mit dem Umstieg auf Elektroautos oder andere Alternativen, die es zum klassischen Verbrennungsmotor bereits gibt. Doch nicht alle neuen Lösungsansätze schneiden gleich gut ab.

Welcher Antrieb ist der richtige?

Gemäss Martin Bolliger vom Touring Club Schweiz (TCS) kann beispielsweise mit einem Hybrid der Verbrennungsmotor effizienter gemacht werden. Ein Elektroauto schneidet in der Klimabilanz auf Dauer aber trotzdem klar besser ab, denn ein Hybrid benötigt Benzin und stösst so CO2 aus.

Video
Der TCS-Experte im E-Auto Q&A
Aus Wissen Webvideos vom 25.11.2021.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 15 Sekunden.

Es gibt auch Autos, die mit Gas betrieben werden. Im Gas ist weniger Kohlenstoff enthalten als im Benzin, sprich es entsteht bei der Verbrennung auch weniger CO2. Bolliger betont jedoch, dass das Gastankstellennetz in der Schweiz noch nicht sehr dicht ist: Der ursprüngliche Vorteil kann durch die langen Fahrten zur Tankstelle und zurück wieder verloren gehen.

Wasserstoff als Antrieb wird oft als sehr sauber angesehen, ganz so einfach ist es laut dem TCS-Experten jedoch nicht. Wasserstoff ist nämlich nur ein Energieträger und keine Energiequelle. Er braucht bereits bei der Herstellung sehr viel Strom. Insgesamt benötigt ein wasserstoffbetriebenes Auto deshalb ungefähr fünfmal mehr Strom als ein normales Elektroauto.

Für welches Auto würden Sie sich entscheiden? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

Ist Ihr Interesse geweckt?

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Auf dem Bild ist das Logo von «SRF CO2ntrol» zu sehen.
Legende: SRF

Alle Folgen von «SRF CO2ntrol» finden Sie auf Play SRF.

CO2ntrol, 03.02.2022, 08:25 Uhr;

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37 Kommentare

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  • Kommentar von eric vuille  (ev)
    ich fahre seit 2007 mit einem erdgas-fahrzeug. dass jemand als experte bezeichnet wird und einmal mehr in umlauf setzt, dass das tankstellennetz nicht genügend dicht sei, finde ich auch nicht dicht und dazu ärgerlich, weil es einfach nicht stimmt.
    ich bin mit erdgas bis dänemark, bis prag, in der schweiz überallhin gefahren.
    mein auto hat eine reichweite von 400 kilometern - mehr als die meisten elektro-autos. was tut der tesla, wenn er stehen bleibt? ich fahre noch 120 km mit benzin weiter.
  • Kommentar von Thomas Hanhart  (Thomas63)
    Durchsetzen wird sich die für den Kunden günstigste Lösung. H2 braucht wie erwähnt ein mehrfaches an Strom zur Herstellung, was ein Batterie-Auto für die gleiche Strecke benötigt. E-Fuels haben wegen der ebenfalls sehr energieintensiven Herstellungsprozesse das gleiche Problem und müssen auch wieder transportiert werden.
    Jeder Energieumwandlungsprozess erzeugt Verluste und Kosten. Darum ist die direkte Stromspeicherung von der Steckdose in die Batterie am idealsten und günstigsten.
  • Kommentar von Markus Jung  (MJung)
    Ich entscheide mich für das, welches ich habe. Und benutze es weniger.
    Es wurde mit viel Ressourcen hergestellt. Es verbraucht hier und jetzt relativ wenig Ressourcen. Es soll so lange fahren wie möglich und vernünftig. Es jetzt wegzuwerfen, um ein Elektroauto zu kaufen, ergibt für mich (unter dem Strich) keinen Sinn.
    Wenn wir zufrieden sind, mit dem, was wir haben, anstatt immer mehr zu wollen, machen wir einen riesengrossen Schritt, weil wir viel weniger Ressourcen verschwenden.