Gute Aussicht für Lovejoy

Kometen faszinieren viele Zeitgenossen. Dieser Tage zieht C/2014 Q2 alias Lovejoy seine Bahn durchs Firmament. Die Chancen, seinen Schweif zu sehen, steigen – dank des Wetters und des abnehmenden Mondes.

Der Komet Lovejoy auf einem Foto vom 7. Januar 2015 aus der Stadt Tyler im amerikanischen Bundesstaat Texas.

Bildlegende: Kleines grünes Licht: C/2014 Q2 fotografiert am 7. Januar 2015 aus der Stadt Tyler im US-Bundesstaat Texas. Keystone

Für alle, die Superhelden-Filme mögen, eine schlechte Nachricht vorab: Nein, der leuchtend grüne Flecken, der ab etwa 18 Uhr im Sternbild Stier zu sehen sein wird, ist nicht die «Grüne Laterne» auf der Jagd nach intergalaktischen Spitzbuben. Sondern C/2014 Q2 alias Lovejoy: Für sein grünes Licht sind laut Kometenfachmann Michael Khan von der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Darmstadt zwei-atomige Kohlenstoffmoleküle in den Gasen des Schweifs verantwortlich.

Aufnahme eines Kometen aus der Internationalen Raumstation ISS vom 21. Dezember 2011.

Bildlegende: Blick aus dem Orbit: Aufnahme eines Kometen des Nasa-Astronauten Dan Burbank auf der ISS vom 21. Dezember 2011. Keystone

Für eine gute Sicht auf Lovejoy sollte man ein Plätzchen ausserhalb der Stadt suchen und ein Fernglas mitnehmen. Dann sei der Komet wohl gut zu sehen, meint Experte Khan. Und da der Himmel laut der Meteo-Redaktion von SRF heute Nacht über der Deutschschweiz nicht allzu bewölkt sein sollte, dürften Kometengucker recht gute Karten haben.

Zumal der Mond wieder mitspielt: Die Phase ist abnehmend, so dass sein Lichtschein die Suche am Firmament weniger erschwert als noch vor wenigen Tagen. Falls es dennoch nicht klappen sollte, wird es weitere Gelegenheiten geben. Zum Beispiel am 20. Januar: Dann ist Neumond und unser Trabant stört am wenigsten.