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Natur & Umwelt Immer weniger Löwen in Afrika

Der König der Tiere ist bedroht: In etlichen Regionen des afrikanischen Kontinents sind Löwen laut einer neuen Studie auf dem Rückzug oder schon verschwunden. Doch es gibt in einigen Gebieten Ausnahmen, die Tierschützer hoffen lassen.

Zwei Löwen ruhen hinter einem Felsen im Serengeti-Nationalpark in Tansania.
Legende: Abhängig vom Wohlwollen des Menschen: Nur in Schutzgebieten stieg die Zahl der Löwen – im Bild ein Paar im Serengeti-Nationalpark in Tansania. Imago

Die Zahl der Löwen in Afrika hat dramatisch abgenommen. Ein Forscherteam hat Studien aus 47 verschiedenen Regionen Afrikas aus den letzten 25 Jahren verglichen und analysiert. Die Auswertung ergab klare regionale Unterschiede.

Besonders kritisch ist die Entwicklung demnach in West- und Zentralafrika: Diese Regionen werden vermutlich innerhalb der nächsten 20 Jahre die Hälfte ihrer Löwen verlieren, so die Forscher im Wissenschaftsmagazin «Proceedings». Auch in Ostafrika nehmen die Populationen deutlich ab. In diesen Gebieten sind Löwenbestände schon verschwunden oder werden innerhalb der nächsten Jahrzehnte ausgelöscht.

Lediglich in vier Ländern im Süden Afrikas nimmt die Zahl zu: Botswana, Namibia, Südafrika und Simbabwe. In diesen Ländern leben Löwen in eingezäunten Schutzgebieten. Das deutet laut den Forschern darauf hin, dass gut finanzierte und organisierte Reservate eine wichtige Rolle bei der Rettung der Löwen spielen können.

Bedroht durch Menschen

Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gilt der Löwe derzeit als gefährdet. Laut dem WWF leidet der Bestand unter dem Verlust von Lebensräumen durch den Menschen. Zudem schaden der Art Konflikte mit Siedlern und Bauern, ausserdem ein Rückgang der Beutetiere durch menschliche Jagd und der Handel mit Körperteilen für medizinische Zwecke.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Wie man sieht, interessiert das niemanden, leider. Ganz nüchtern gesehen, ist dieses Elend, dieser Verlust, der ja nur als stellvertretend für die jährlich 10'000en, weltweit aussterbenden Arten in Fauna und Flora angesehen werden muss, viel schlimmer als der der Menschen, deren Existenz man viel zu wichtig nimmt, und die in ihrem Bestand explodieren.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Loewen-AIDs wurde vergessen als Ursache.. Botswana: (Mehr als 90 Prozent der wilden Raubkatzen sind offenbar mit dem Felinen Immunschwäche-Virus (FIV) infiziert.)
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Wer von uns würde wohl in einem Land leben wollen, in dem Löwen frei herumlaufen? Der Mensch breitet sich nun einmal aus - das ist in Europa (Bär, Wolf, Luchs u.v.a.) nicht anders als in Afrika oder Asien (Tiger). Weltweit ist Lebensraum für viele Tierarten verschwunden. Wir sollten nicht mit dem Finger auf andere zeigen - sondern vor unserer eigenen Türe wischen.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Sie haben recht, es ist nunmal so. Aber der Satz gefällt mir nicht, es dürfte nicht sein. Der Evolutionsflop Mensch verkennt die Wichtigkeit seiner Mitgeschöpfe in Fauna und Flora! Sein Reproduktionswahn muss gestoppt und reduziert werden, eine andere Option gibt es nicht!
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    2. Antwort von v. studer, biel
      @beppie hermann: danke! "evolutionsflop" trifft es auf den punkt.
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