Macht Ihnen dieses Bild Angst vorm Klimawandel?

Einsame Eisbären, gewaltige Überschwemmungen, ernste Politiker-Mienen: Die Bilder, mit denen Medien Klimawandel illustrieren, wiederholen sich. Doch wie wirken Sie aufs Publikum? Medienforscher in der Österreich, Deutschland und der Schweiz sind dieser Frage nachgegangen. Die Antworten in Bildern.

Was machen Medien-Bilder zum Klimawandel mit den Konsumenten? Ein internationales Team aus Medienforschern um Mike Schäfer und Julia Metag von der Universität Zürich konzentrierte sich auf zwei Grundfragen: Welche Motive wecken beim Publikum den Eindruck, dass Klimawandel ein wichtiges Thema ist? Und welchen Bildern gelingt es, bei den Lesern das Gefühl auszulösen, dass sie selbst etwas dagegen tun können?

Um Antworten zu finden, nahmen insgesamt 75 Probanden in Hamburg, Wien und Zürich an Experimenten teil. Die Personen mussten die beiden Grundfragen anhand von 40 gängigen Bildmotiven aus Print- und Onlinemedien beantworten, indem sie die Fotos sortierten. Bei den Aussagen «Dieses Bild gibt mir das Gefühl, dass Klimawandel wichtig ist» und «..., dass ich etwas gegen den Klimawandel tun kann» konnten sie aus 9 Bewertungen von «überhaupt nicht einverstanden» bis «völlig einverstanden» wählen.

Gefahr Klimawandel? Unterschiedliche Haltung bei Probanden

Die Auswertung lieferte die Resultate, die in der Bildergalerie oben wieder gegeben sind. Die Studie ist gerade abgeschlossen und wird zur Publikation vorbereitet. Sie ist nicht-repräsentativ, doch die Teilnehmer wurden nach Alter, Geschlecht und Bildung ausgewählt – und hatten zudem unterschiedliche Einstellungen zum Klimawandel.

Das Design der Studie basiert auf einer Untersuchung, die vor kurzem in den USA, Grossbritannien und Australien mit dem selben Verfahren durchgeführt wurde. Deren Resultate sind laut den Zürcher Medienforschern mit denen aus dem deutschsprachigen Raum vergleichbar.

Klimamüde?

Klimamüde?

Klimawandel? Viele Menschen können das nicht mehr hören. Sind wir klimamüde? Ja, meint Medienforscher Mike Schäfer. Zum Artikel

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