Spiderman? Nur mit Schuhgrösse 145!

Geckos sind die grössten Tiere, die vertikal an glatten Wänden haften und laufen können. Warum keine grösseren? Das haben Wissenschaftler der Universität Cambridge herausgefunden. Ihre Resultate lassen den Spinnenmann schlecht aussehen.

Halbfingergecko klettert an einer Glasscheibe

Bildlegende: Superkletterer: Lamellengeckos, wie hier der Türkische Halbfingergecko, können dank spezieller Füsse kopfüber an Glasplatten laufen. Imago

Von Milben über Baumfrösche bis zu Geckos: Forscher der Universität Cambridge untersuchten an 225 senkrecht kletternden Tierarten, welchen Anteil die Haftfläche der Füsse an der gesamten Körperoberfläche ausmacht. Es zeigte sich, dass er mit wachsender Körpergrösse zunimmt: Eine Milbe braucht, um an der Wand zu haften, einen 200 Mal kleineren Anteil ihrer Körperoberfläche als ein Gecko.

Im Fachjournal «PNAS» schlussfolgern die Forscher aus ihren Analysen auch auf eine theoretische Obergrenze: Grösser als ein Tokeh-Gecko, der rund 400 Gramm wiegt, könne kein Fassadenkletterer sein. Denn ab einer gewissen Grösse seien die anatomischen Anpassungen einfach zu unpraktisch.

Beispiel Homo sapiens: Beim Menschen müssten die Füsse 40 Prozent seiner Körpergrösse ausmachen, so haben die Forscher berechnet. «Unsere Schuhe hätten dabei Grösse 145», sagte der beteiligte Zoologe Walter Federle von der Universität Cambridge.