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Natur & Umwelt Sterne der ersten Generation nach dem Urknall entdeckt

Astronomen haben erstmals Sterne der ersten Generation nach der Geburt des Universums beobachtet. Sie entstanden aus der Ur-Materie – und erst sie erschufen Kohlenstoff und andere Elemente, aus denen alle Lebewesen bestehen.

Illustration der Galaxie CR7
Legende: Sterne der ersten Generation nach dem Urknall: Laut der Europäischen Südsternwarte war bisher unklar, ob sie überhaupt existieren. (Bild: künstlerische Darstellung.) Eso/M. Kornmesser

Mit dem Very Large Telescope, Link öffnet in einem neuen Fenster lässt sich tief in die Vergangenheit des Universums blicken: In einer frühen Phase von 800 Millionen Jahren nach dem Urknall hat ein internationales Forscherteam nun eine Vielzahl sehr junger Galaxien entdeckt.

Eine von ihnen, «CR7», sei nicht nur die hellste Galaxie, die bisher in dieser Phase beobachtet wurde, berichten die Forscher. Sie bestehe auch aus Sternen, die keine Anzeichen für schwere Elemente wie Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff oder Eisen zeigen. Ein Hinweis darauf, dass die Sterne zur ersten Generation nach dem Urknall gehören, denn: Erst sie bildeten in ihrem Innern diese Elemente, aus denen alles Leben besteht.

«Das sind die Sterne, die die Atome gebildet haben, aufgrund derer wir überhaupt existieren», so das Fazit des Studienleiters David Sobral, «noch aufregender geht es wirklich nicht.»

Weitere Beobachtungen sollen den Fund bestätigen und weitere Sterne dieser Art identifizieren.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Müller, Uster
    Ich finde es immer wieder faszinierend was die Wissenschaft und deren "Maschinen", in diesem Fall die Teleskope, so alles herausfinden. Auch Heute mit knapp 50 Jahren blicke ich ehrfürchtig in den Sternenhimmel und kann es immer noch nicht fassen, wie riesig und wunderschön doch unser Universum ist. Nur schon der Gedanke, dass ein Wesen dies alles hätte erschaffen sollen, mit der Erde als Mittelpunkt der "Schöpfung", verstört mich => solche Leute sind einfach Ignoranten und überaus engstirnig!
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  • Kommentar von Eduard Biner, Zermatt
    800 Mio. Jahre NACH dem Urknall! Kosmologen sagen: "Der Urknall ist überall und er findet immer noch statt." Es gibt aber nichts, was NACH etwas passiert sein kann, das immer noch stattfindet! Manchmal, so scheint mir, widersprechen sich diese Wissenschaftler.
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    1. Antwort von Rolf Künzi, winterthur
      Genau, das liegt aber am Ausdrucksmittel - der Sprache selbst - wir werde nie, aber auch gar nie, mit der Sprache das Universum beschreiben können. Heute nicht und auch nicht in einer Million Jahren. Der ganz kleine Punkt der selbst Zeit und Raum beinhaltet ist schon eine Beschreibung in Zeit und Raum. Der Balon der sich überall ausdehnt ebenso. Die Vierte Dimension Einsteins die wir immer zweidimensional darstellen, all das sind verkümmerte Beispiele etwas viel größeren, die Unerklärliche Ganzh
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  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    Je weiter wir in der Zeit zurück gehen, (also näher an die sogenannte Hintergrundstrahlung und Big-Bang) desto größer wird die Masse der schwarzen Löcher im Vergleich zu den sie beherbergenden Galaxien. Das Universum ist weitaus komplexer als wir angenommen haben. Doch am schönsten ist immer noch der Satz von Janaeshwar : das Universum ist der Kind einer unfruchtbaren Frau ca.1280.
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