100 Jahre Gletschermessung – ein Weltrekord

Im Jahr 1914 begannen Schweizer Forscher, das Verhalten des Glarner Gletschers Claridenfirn zu studieren. Die Messungen werden noch immer durchgeführt – es ist die längste ununterbrochene Gletschermessreihe weltweit. Die Bildergalerie zeigt die Forscher und ihren Gletscher damals und heute.

Gletschermessungen sind wichtig für die Wissenschaft, weil die Forscher damit abschätzen können, wie die Eiskörper auf den Klimawandel reagieren. Es gibt in den Alpen und weltweit zahlreiche verschiedene Eismessungen, aber keine wurde so lange ununterbrochen durchgeführt wie die Messung an zwei Punkten auf dem Claridenfirn.

Anfangs führte die Gletscherkommission der Physikalischen Gesellschaft Zürich die Messungen durch. 1947 übernahm dann die meteorologische Zentralanstalt des Bundes, die Vorläuferin der MeteoSchweiz. Seit 1971 wird die Claridenmessung in privater Initiative durchgeführt. Vieles geschieht ehrenamtlich, eine Teilfinanzierung leistet die Schweizerische Akademie der Wissenschaften.

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