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Natur & Umwelt 30'000 Helfer, 7 Staubkörnchen und viele Fragezeichen

Die Raumsonde «Stardust» hat von ihrer Mission offenbar Staubpartikel zur Erde gebracht, die aus dem interstellarem Raum stammen. Um sie aufzuspüren, hatten zehntausende Helfer aus aller Welt via Internet mitgesucht. Die Körnchen sind leichter als vermutet – und werfen Fragen auf.

Im Januar 2006 freuen sich Forscher von der US-Raumfahrtbehörde Nasa über den zurückgekehrten Partikelsammler der Sonde «Stardust».
Legende: Freudige Erwartung: Im Januar 2006 freuten sich Forscher der Nasa über den zurückgekehrten Partikelsammler der Sonde «Stardust». Imago
Diese Spur hinterliess ein Partikel aus dem All in der Alufolie des Partikelsammlers.
Legende: Einschlagkrater: Diese Spur hinterliess ein Partikel aus dem All in der Alufolie des Partikelsammlers. Stardust ISPE/NRL, Eurekalert

Astronomen von der University of California in Berkeley haben Staubteilchen untersucht, die vermutlich aus dem interstellaren Raum stammen. Die Analyse der insgesamt sieben Partikel zeigt, dass der Staub ausserhalb unseres Sonnensystems vielfältiger ist als angenommen.

Die Proben hatte die 1999 gestartete Sonde «Stardust» 2006 zur Erde gebracht. Dazu trug sie einen Partikelsammler in Form eines runden Gitters. Dessen Streben waren mit Aluminiumfolie umwickelt; in den Zwischenräumen befand sich ein spezieller Glasschaum. Bislang fanden die Forscher vier Partikel in der Alufolie und drei im Glasschaum.

Unerwartete Eigenheiten

Überraschend ist, dass drei der sieben Körnchen Schwefel enthielten. Das war zuvor von manchen Astronomen bezweifelt worden. Zudem seien die meisten Partikel leichter als erwartet.

Die beiden grössten Partikel enthalten ausserdem das Mineral Olivin, ein Magnesium-Eisen-Silikat. Das könne bedeuten, so die Fachleute im Fachmagazin «Science», «dass diese Partikel von einer Scheibe um andere Sterne stammen und im interstellaren Raum verändert wurden».

30‘000 Helfer online

Weil die grössten Partikel nur 2 Tausendstelmillimeter gross sind, starteten die Forscher das Projekt «Stardust@home». Via Internet suchten weltweit über 30‘000 Freiwillige mehr als 1'000'000 Bilder systematisch nach kleinsten Spuren von Einschlägen ab.

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