Feinstaub fordert Millionen Todesopfer

Mehr als zwei Millionen Menschen sterben weltweit jedes Jahr an den Folgen der Luftverschmutzung. Das berichten
amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift «Environmental Research Letters».

Smog während der Rushhour in Peking am 11. Juli 2013.

Bildlegende: Dauersmog: In Peking, im Bild während der Rushhour am 11. Juli, wird laut Presseberichten erwogen, den Autoverkauf zu limitieren. Reuters

Die wichtigste Ursache dafür sind laut den Untersuchungen der Wissenschaftler feine Staubpartikel, die zu Lungenschäden und Krebs führen können. Diese Partikel seien insgesamt für etwa 2,1 Millionen Todesfälle verantwortlich, schreibt die Universität von North Carolina mit Verweis auf die Studie. Daneben stürben jedes Jahr etwa 470'000 Menschen an Folgen hoher Ozon-Konzentrationen.

«Unsere Studie zeigt, dass Luftverschmutzung im Freien eines der grössten Umweltrisiken ist», sagte Mitautor Jason West. Besonders viele Todesfälle gebe es in Gebieten in Süd- und Ostasien mit hoher Bevölkerungsdichte und starker Luftverschmutzung. Auch steigende Temperaturen haben demnach einen Einfluss: Wirkungen von Schadstoffen könnten zunehmen, doch stärkerer Regen verkürzt auch die Zeit, in der die Stoffe in der Luft bleiben.

Für ihre Studie hatten die Forscher die Daten von 14 Modellrechnungen zu den Auswirkungen von Ozon und sechs Modelle zu Feinstaubpartikeln verglichen. Zudem hatten sie die Daten mit epidemiologischen Modellen kombiniert.