Wissenswert: Erdbeben

Was passiert, wenn die Erde bebt? Können Schlangen ein Beben wirklich vorhersagen? Und wie können wir uns schützen? Fakten rund um Erdbeben in unserem Video-Dossier.

Animation: der aufgeschnittene Erdball.

Bildlegende: Neue Einblicke ins Innere der Erde: Geophysikern der ETH Zürich ist es mit Supercomputern gelungen zu simulieren, wie Erdbeben entstehen. SRF

Jedes Jahr können über eine Million Erdbeben mit Instrumenten gemessen werden. Davon sind nur gerade 150'000 von den Menschen schwach fühlbar. Und weniger als tausend verursachen Schäden an der Oberfläche. Das Ausmass dieser Schäden hängt neben der eigentlichen Stärke des Bebens auch ab von der Siedlungsdichte und der Gebäudebeschaffenheit. Als besonders gefährdet gelten die Gebiete um Grossstädte wie Tokio, San Francisco und Los Angeles.

Eine genaue Voraussage ist nicht möglich

Erdbeben fordern jährlich an die 10'000 Menschenleben. Obschon die eigentlichen Ursachen verstanden sind, ist eine genaue zeitliche und räumliche Voraussage der Beben bis heute nicht möglich, weil dabei zu viele Faktoren zusammenspielen. Immerhin kann die Wahrscheinlichkeit eines Erdbebens in einer bestimmten Region bestimmt werden.

Spannungen innerhalb des Gesteins lassen die Erde beben

In der Antike waren die Menschen überzeugt, Erdbeben seien das Werk von Göttern oder Dämonen. Und bis in die Neuzeit galten Erdbeben als Zeichen des drohenden Weltuntergangs. Heute weiss man es glücklicherweise besser: Die äussere Schicht der Erde besteht aus grossen und kleinen Platten. Wenn diese sich bewegen, entstehen enorme Spannungen im Gestein, die sich in Erdbeben entladen. Besonders an den Plattengrenzen kommt es oft zu schweren Erschütterungen.

    • Neue Einblicke ins Innere der Erde

      Vor einem Jahr wurde Japan von einem gewaltigen Erdbeben getroffen. Die Erde bebt, weil sie ständig in Bewegung ist. Häufig sinkt dabei eine tektonische Platte unter einer anderen ab. Was aber genau dabei passiert, war bisher unklar. Geophysikern der ETH Zürich ist es mit Supercomputern gelungen, realistisch zu simulieren, wie dieser Prozess die Dynamik des Erdmantels beeinflusst.

      5:38 min, aus Einstein vom 8.3.2012

    • Tier-Signale als Frühwarnsystem

      Ein zuverlässiges Frühwarnsystem für Erdbeben gibt es nicht. Wissenschaftler rund um den Globus suchen nach Möglichkeiten, rechtzeitig Alarm zu schlagen. Chinesische Erdbebenforscher setzen nun nicht mehr nur auf Seismographen, sondern auch auf Tier-Signale.

      5:56 min, aus Einstein vom 27.10.2011

    • Japan baut erdbebensicher

      Die japanischen Inseln werden jährlich von ca. 5000 Erdstössen erschüttert. Entsprechend erdbebensicher wird dort gebaut. Baustatiker Thomas Vogel erklärt, wie die flexible Bauweise der Japaner selbst starken Erdbeben standhält.

      3:09 min, aus 10vor10 vom 11.3.2011

    • Haiti 1 Jahr nach der Erdbeben-Katastrophe

      Am 12. Januar 2010, 16.53 Ortszeit, machte ein Beben der Stärke 7 die Karibikinsel Haiti dem Erdboden gleich. Die Bilanz: 250‘000 Tote, ebenso viele Verletzte und 1.5 Millionen Menschen, die innert einer Minute ihre Häuser verloren.

      1:06 min, aus Einstein vom 6.1.2011

    • Video «Computer-Programm als Erdbebenschutz» abspielen

      Computer-Programm als Erdbebenschutz

      Erdbeben fordern immer wieder Tausende von Todesopfern und Verletzten. Das müsste nicht sein, sagt der Schweizer Erdbebenforscher Max Wyss.

      8:42 min, aus Einstein vom 1.10.2009

    • Video ««Einstein» im Erdbebensimulator» abspielen

      «Einstein» im Erdbebensimulator

      Wie fühlt sich ein Erdbeben an? «Einstein»-Moderator Jann Billeter lässt sich in einem Erdbeben-Simulator durchschütteln und von einer Expertin erklären, warum die "nach oben offene Richterskala" nach oben offen bleibt.

      5:55 min, aus Einstein vom 1.10.2009

    • Video «Gedenktag» abspielen

      Gedenktag

      Heute vor 100 Jahren starben beim Erdbeben von San Francisco 3000 Menschen. Hunderttausende wurden obdachlos.

      2:20 min, aus Tagesschau vom 18.4.2006

    • Video «Erdbebenkatastrophe in Kobe» abspielen

      Erdbebenkatastrophe in Kobe

      Vor einer Woche bebte in der japanischen Stadt Kobe die Erde. Die Wirkung war verheerend: Über 5000 Menschen starben, die Hafenstadt ist zerstört. Die «Rundschau» berichtet aus dem Katastrophengebiet.

      9:07 min vom 25.1.1995

    • Video «Erdbeben in Graubünden» abspielen

      Erdbeben in Graubünden

      Ein Erdbeben hat heute den Kanton Graubünden erschüttert. Mit einer Stärke von 5,5 auf der Richterskala ist es das zweitstärkste Beben, das in diesem Jahrhundert in der Schweiz verzeichnet wurde. Glücklicherweise hat es nur geringe Schäden hinterlassen.

      2:49 min vom 19.11.1991

    • Video «Mexiko-City: Zwei Wochen nach der Katastrophe» abspielen

      Mexiko-City: Zwei Wochen nach der Katastrophe

      Das schwere Erdbeben der Stärke 8,1 vor zwei Wochen ist die schlimmste Katastrophe, die die Hauptstadt je erschüttert hat. Um abzuschätzen, welche Schäden das Beben in der 18-Millionen-Stadt angerichtet hat, reist ein Team der «Rundschau» quer durch die Stadt – per Auto und Helikopter.

      14 min vom 8.10.1985