Zum Inhalt springen

Natur & Umwelt Zürich schützt sich gegen Hochwasser

Beim letzten grossen Unwetter 2005 entging die Stadt Zürich nur knapp riesigen Hochwasserschäden. Matthias Oplatka vom Bauamt des Kantons Zürich beschäftig sich seit Jahren mit Massnahmen zum Hochwasserschutz. Ist Zürich in Zukunft vor einer Katastrophe sicher? Antworten im Interview.

Legende: Video «Zürich hat ein Hochwasserproblem»: Matthias Oplatka im Interview abspielen. Laufzeit 5:17 Minuten.
Aus Einstein vom 29.05.2013.

Es regnet und regnet und will einfach nicht aufhören. Da könnte man leicht denken, bald kommt die Sintflut und reisst alles mit sich fort. So abwegig ist dieser Gedanke gar nicht. Beim letzten grossen Unwetter 2005 kam es in der ganzen Schweiz zu riesigen Schäden und einigen Toten. Der Millionen-Ballungsraum Zürich entging nur knapp einer riesigen Unwetter-Katastrophe mit Schäden von mehreren Milliarden Franken.«Wir haben Glück gehabt. Wäre die Niederschlagssituation im Sihl-Einzugsgebiet gewesen, wäre es zu grossflächigen Überschwemmungen gekommen, dann hätten wir in Zürich eine Riesen-Katastrophe gehabt», sagt  Matthias Oplatka vom Bauamt des Kantons gegenüber «Einstein».

Risiko steigt von Jahr zu Jahr

Bauingenieure testen am massstabgetreuen Modell, wie sie Zürich vor einer Hochwasserkatastrophe bewahren können.
Legende: Testanlage für Hochwasserschutz an der ETH Zürich: Bauingenieure testen am massstabgetreuen Modell, wie sie Zürich vor einer Hochwasserkatastrophe bewahren können. SRF

Eine Gefahrenkarte und Analysen des Schadenpotentials zeigen, dass das Überflutungsgebiet auf dem Sihlschwemmkegel im Gebiet der Stadt Zürich eines der grössten Hochwasser-Risiken der Schweiz aufweist. Die Sihl kann ab einem Hochwasser, wie es statistisch gesehen etwa alle 100 Jahre vorkommt, über die Ufer treten. Dabei würde sie zentrale Gebiete in der Stadt Zürich überschwemmen. Als Folge der Klimaerwärmung dürfte die Häufigkeit von Unwettern dieser Art sogar noch zunehmen.

Zürich wächst rasant. Damit nimmt auch das Schadenpotenzial laufend zu. Besonders gefährdet sind die unterirdischen Einrichtungen und Verkehrsverbindungen der Stadt. Bei einem Hochwasser würden nicht nur die Stromversorgung und zahllose sensible Rechner zusammenbrechen, auch der öffentliche Verkehr wäre wohl auf Wochen hinaus lahm gelegt. Die Arbeit an Gegenmassnahmen läuft deshalb auf vollen Touren.

Eine Lösung ist in Sicht

Der Sihlsee soll als Hochwasser-Rückhalteraum besser ausgenutzt werden und ein grosser Schwemmholz-Rechen ist in Planung, wie «Einstein» berichtet. Eine Notfallplanung mit Feuerwehr und Polizei wurde organisiert und das Bewusstsein für Hochwasser auf verschiedensten politischen Ebenen geschärft. So, hoffen Experten wie Matthias Oplatka, habe man das Problem in einigen Jahren im Griff.

Legende: Video Zürcher Innenstadt durch Hochwasser gefährdet abspielen. Laufzeit 6:31 Minuten.
Aus Einstein vom 30.05.2013.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    in solchen Fällen, wo man es Tage im Voraus kommen sieht müssen doch die Schleusen von unten nach oben sofort geöffnet werden. Das heisst alle, vom Meer bis zu den Quellen. Wir hier in den Bergen können das Wasser nicht an den Hängen oben zurück halten, zum Ausgleich haben wir die Seen, dort müssen auch möglichst früh die Schleusen geöffnet werden. In Koordination mit ganz Europa sollte das heute möglich sein. Das Wasser muss möglichst schnell wieder dort hin wo es herkommt, ins Meer!!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Walter Kathriner, Sarnen
      UMDENKEN ist gefragt!!!!!!!! wenn wir hier leben wollen,… müssen wir uns entsprechend verhalten und den Horizont über den Gartenhag hinaus erweitern. Oder mit sogen. Renaturierung und Bieber Einsatz, zurück in die Höhlen oder in den Sumpf und unsere Menschliche-Evolution zurück entwickeln bis zum Ungeziefer und Einzeller.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen