Sonntag, 5. Mai – «All things arctic»

Ich bin nach Fairbanks gekommen, weil es hier eine Universität gibt, die sich hauptsächlich mit der Arktis beschäftigt. Sei es mit dem Permafrost, Klimawandel, der Ölwirtschaft oder dem Leben der ursprünglichen Einwohner. Hier will ich mich informieren über «all things Arctic».

Gebäude des geophysikalischen Instituts in Fairbanks

Bildlegende: Das geophysikalische Institut in Fairbanks: 1946 wurde das Institut gegründet. Schnee, Eis und Permafrost sind wichtige Forschungsbereiche. Thomas Häusler/SRF

Als ich am Morgen in einem Café frühstücke, komme ich mit meinem Tischnachbar ins Gespräch. Donald «Skip» Walker ist Professor an der UAF, der University of Alaska Fairbanks. Das zeigt zweierlei: Fairbanks, die zweitgrösste Stadt Alaskas, ist mit knapp 60'000 Einwohnern ein Nest – und die UAF ist eine zentrale Einrichtung hier.

Das Schild mit der Aufschrift MEN zeigt einen warm angezogenen Mann.

Bildlegende: Wer in Fairbanks auf Toilette geht, vergisst nicht, in welcher Region er sich befindet. Thomas Häusler/SRF

Skip beschäftigt sich mit dem Pflanzenwuchs in der Arktis. Erstmals in den Norden gebracht hat ihn aber das Öl: Als es 1968 in Prudhoe Bay entdeckt wurde, begann ein Rush. Skip wohnte damals im Staat Colorado und arbeitete als Bergführer und Skilehrer. An einer Party lernte er einen Ölmanager kennen, der ihm gleich einen Job anbot. Wenige Monate später sass Skip im Flugzeug nach Prudhoe Bay. Die Maschine landete auf dem gefrorenen Meer, eine Landebahn gab es keine.

Nach einem Sommer als Ölarbeiter beschloss Skip, doch noch zu studieren: Biologie. Als ihm ein Professor von der Arktis vorschwärmte, brauchte es nicht viel, um Skip für diesen Weg zu gewinnen – schon in Prudhoe Bay hatte ihn das unendliche Weiss fasziniert. Einige Jahre später war er wieder in Prudhoe Bay, dieses Mal um die Auswirkungen der Ölförderung auf die Umwelt zu studieren. Und das tut Skip auch heute noch.

>> nächster Tag

<< vorheriger Tag

Sendung zu diesem Artikel