Draht zu Philae soll besser werden

Raumfahrt-Experten wollen für eine bessere Verbindung zum Landeroboter auf dem Kometen Tschuri sorgen. Zwar sandte Philae auch bei einem zweiten Kontakt Datenpakete zur Erde – doch für Experimente braucht man längere und stabile Verbindungen. Muttersonde Rosetta soll es richten.

Ein Modell des Landegeräts Philae auf einem grauen Untergrund.

Bildlegende: Das Philae-Modell im Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt zeigt, wie der Lander auf Tschuris Oberfläche stehen dürfte. Keystone

Philae hatte sich in der Nacht zu Montag ein zweites Mal vom Kometen Tschuri gemeldet. Gegen 23:30 Uhr gab es drei kurze Kontakte von je zehn Sekunden. «Allerdings war dieses Mal die Verbindung zu ihm relativ instabil», sagt Philae-Projektleiter Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Um längere Kontakte zu ermöglichen, soll nun die Flugbahn der Muttersonde Rosetta angepasst werden. Nur so lassen sich die Kommandos für die Analysen mit zehn nötigen Instrumenten hochladen. Die Reihenfolge werde festgelegt, so die Forscher, sobald Philaes Zustand genau bekannt sei.

Die Wissenschaftler wollen sanft einsteigen. «Zunächst werden sicherlich die nicht-mechanischen Instrumente zum Einsatz kommen, also Instrumente, die nicht bohren oder hämmern», sagt Ulamec – also solche Instrumente, die wenig Energie verbrauchen und nur geringe Datenmengen zur Erde schicken.