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Martin Rindlisbacher
jungfrauzeitung.ch
abspielen. Laufzeit 54:18 Minuten.
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Martin Rindlisbacher: «Flüemiswiler Stammtisch»

Nach «Flüemiswil» legt der Berner Autor Martin Rindlisbacher seinen zweiten Mundartroman über den erfundenen Ort Flüemiswil im Berner Oberland vor – die Geschichte von einem, der aus der Grossstadt aufs Land geschickt wird, um als Mensch zu wachsen.

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Flüemiswil sucht man auf der Schweizer Landkarte vergeblich: Martin Rindlisbacher hat das Dorf im Berner Oberland als Schauplatz für zwei Mundartromane erfunden. Wenn man liest, wie es in diesem Flüemiswil zu und her geht, vergisst man das aber schnell. Denn auch wenn die Geschichte in den 1930er-Jahren spielt: Teile davon könnten sich genau so gut heutzutage in einem realen Dorf zugetragen haben.

Der «Flüemiswiler Stammtisch», das sind vier junge Männer aus dem Dorf, die sich – quer zu dem, was man normalerweise für einen Stammtisch hält – jeweils schon am Morgen im Dorfgasthaus «Bären» treffen, und zwar zum Kaffee. Neben dem Austausch über ihren Alltag dienen die Zusammenkünfte vor allem einer Sache: Alle von ihnen haben ein Auge auf die eine oder andere Kellnerin vom «Bären» geworfen.

Der beschauliche Flüemiswiler Alltag kommt allerdings durcheinander, als ein Fremder in den Ort kommt: Der junge Dr. Alfred Kistler, Sohn des Berner Postdirektors, wird als Posthalter aufs Land strafversetzt, weil er sich zu sehr auf den Lorbeeren seines Vaters ausgeruht hatte. Die Leute in Flüemiswil halten nichts von der grossspurigen Art des Neuankömmlings und beschliessen, ihn mit einigen Interventionen auf den Boden zurückzuholen – während die jungen Frauen aus dem Dorf zunehmend Gefallen an dem hübschen Herrn Doktor finden.

Martin Rindlisbacher ist zu Gast im Gespräch über sein Buch, über das Dorfleben als gute Schule fürs Leben, und darüber, ob Berndeutsch die beste Erzählsprache ist. In der Briefkastenrubrik erklären wir, woher der Fluss Simme seinen Namen hat, den Flurnamen «Morgete» und den Familiennamen Maag. Ausserdem stellen wir das Wanderkonzert-Projekt des Liestaler Künstlers Flavian Graber vor.

Buchhinweis:

  • Martin Rindlisbacher: Flüemiswiler Stammtisch. Fluhdesign 2020.

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