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Dorfschule. Gemaelde von Albert Anker (1831-1910). Durch die allgemeine Schulpflicht lernten alle Kinder Hochdeutsch.
KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV
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Wie Schweizerdeutsch zur Nationalsprache wurde

Es sind die einfachen Fragen, die Kopfzerbrechen bereiten: Mundartliebhaberin und Podcasthost Nadia Zollinger möchte wissen, warum wir in der Schweiz, anders als in Deutschland, so viele Mundarten haben.

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Gute Frage, aber streng genommen falsch gestellt! Denn die Mundarten existierten auch in Deutschland lange vor Hochdeutsch und so vielfältig wie bei uns. Drum müsste man eher fragen: Warum ist das in Deutschland nicht mehr so? Warum sprechen Deutsche heute hauptsächlich Hochdeutsch miteinander, während wir weiter Mundart reden?

Im 19. Jahrhundert sah es lange nicht gut aus für unsere Mundarten. Hochdeutsch hatte in den Städten und im Bildungsbürgertum viel Prestige und setzte sich in immer mehr Alltagssituationen durch, ähnlich wie in Deutschland. Aber dann entwickelten sich die beiden Länder sprachlich ganz anders. Eine grosse Rolle spielen dabei die Definition einer Deutschschweizer Identität und die Abgrenzung gegenüber Deutschland. Beides führte dazu, dass Schweizerdeutsch die inoffizielle Landessprache der Deutschschweiz wurde.

Familiennamen Lipp und Flepp
Gabriela Bart vom Schweizerischen Idiotikon erklärt ausserdem die Familiennamen Lipp und Flepp, die beide auf den männlichen Vornamen Philippe zurückgehen. Es sind Kosenamen, die in ganz unterschiedlichen Gegenden der Schweiz gebräuchlich waren und zu Familiennamen wurden.

Buchtipp

  • Emanuel Ruoss, Juliane Schröter (Hg.): Schweizerdeutsch - Sprache und Identität von 1800 bis heute. Schwabe Verlag 2020

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