Film-Tipp des Tages: «Serpico»

Frank Serpico ist ein idealistischer junger Polizist. Er ist nicht bereit, sich an den krummen Machenschaften seiner Kollegen zu beteiligen. Seine Ehrlichkeit kommt ihn teuer zu stehen. SRF 1 zeigt den ausgezeichneten Thriller zum Geburtstag von Al Pacino, der heute seinen 75. Geburtstag feiert.

Ein Mann mit Bart und gelbem Hut.

Bildlegende: Al Pacino als Frank Serpico. SRF/Studiocanal

1971 in New York: Der Polizist Frank Serpico (Al Pacino) wird mit Schussverletzungen ins Spital eingeliefert. Sein Vorgesetzter, Chefinspektor Green (John Randolph), lässt eine Wache vor Serpicos Zimmer aufstellen.

Elf Jahre vorher: Der frisch gebackene Cop Serpico tritt seinen ersten Dienst an. Schon bald muss er feststellen, dass Brutalität gegen Verdächtige und ein rüder Umgangston im 82. Revier zum Alltag gehören. Überzeugt, dass dies eine Ausnahme ist, lässt er sich versetzen. Man lässt ihn als zivilen Ermittler auf einem anderen Revier arbeiten, wo er durch seine unkonventionellen Methoden zum Aussenseiter wird.

Korruption und Drohungen

Eine Horde von Uniformierten Männern.

Bildlegende: Frisch gebackener Polizist. SRF/Studiocanal

An seinem neuen Arbeitsplatz stösst er schon bald auf einen Fall von Korruption, der bis in die höheren Kader reicht. Trotz Drohungen seiner Kollegen weigert sich Serpico jedoch standhaft, Bestechungsgelder von Kriminellen anzunehmen. Mit seinem besten Freund Blair (John Randolph) versucht er immer wieder, Aussenstehende in wichtigen Positionen auf die Missstände in der New Yorker Polizei aufmerksam zu machen.

Als er damit nichts erreicht, vertraut er sich schliesslich seinem vorgesetzten Commissioner (Charles White) an. Doch auch dieser lässt ihn abblitzen. Durch sein obsessives Verhalten manövriert sich Serpico immer weiter ins Abseits, und auch die Beziehung zu seiner Freundin Laurie (Barbara Eda-Young) endet im Chaos.

Heisses Eisen

Mit dem packenden Polizeidrama «Serpico» haben Regisseur Sidney Lumet und die Drehbuchautoren Waldo Salt und Norman Wexler anfangs der 1970er-Jahre ein heisses Eisen angepackt: Sie thematisieren mit beinahe dokumentarischer Authentizität die Korruption im New Yorker Polizei- und Justizapparat und die Problematik der wachsenden Kriminalität in den US-amerikanischen Metropolen.

Den Hintergrund zum Film lieferte die wahre Geschichte des Polizeibeamten Serpico, die von Bestsellerautor Peter Maas zu einem Buch verarbeitet worden war. Al Pacino, der am 25. April 2015 vor genau 75 Jahren in New York geboren wurde, verkörpert den Idealisten Serpico mit gewohnter Intensität. Die Rolle brachte ihm seine zweite Oscarnomination ein.

Sendeplatz

Freitagnacht um 00:05 Uhr auf SRF 1