Max Haufler

Max Haufler in einem der Franz Schnyder Filme.

Bildlegende: Max Haufler in einem der Franz Schnyder Filme. SRF

Max Haufler kam am 04.06.1910 als Sohn eines Glasmalers in Basel zur Welt. Nach der Scheidung der Eltern lebte Haufler bei seiner Mutter im Tessin. Seine Mutter verkehrte mit Hermann Hesse in einem Zirkel. Er war ein melancholisches Kind und besuchte die Schule erst als Jugendlicher. Mit 12 Jahren versuchte er, sich das Leben zu nehmen.

Mit 17 Jahren entdeckte er die Malerei – und stellte ein Jahr später zum ersten Mal im Kunsthaus von Zürich aus. 1934 schloss er sich zuerst der Basler expressionistischen Bewegung, danach der Gruppe 33 an.

Während eines Aufenthalts in Paris entschied sich Haufler definitiv für den Film. Er bewunderte Jean Renoir, Jean Vigo, René Clair, Raimu und vor allem Sergej Michajlowitsch Eisenstein. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz trat er dem antifaschistischen Cabaret Resslirytti bei. 1936 erhielt er seine erste Rolle als Schauspieler im Film «S'Vreneli am Thunersee». Er träumte von qualitativ hochstehenden Filmen und nahm an der Gründung von Clarté-Film AG teil, welche 1941 liquidiert wurde. Die Vereinigung hatte zum Ziel, das künstlerische Niveau des Schweizer Films zu heben. Hauflers erster Film, «L'or dans la montagne» wurde zwar von der Kritik gelobt, blieb aber ein kommerzieller Misserfolg.

Nach 1942 durchlebte Haufler eine schwere Zeit. Er machte einige Werbe- und Dokumentarfilme und wurde dann als Schauspieler berühmt, obwohl ihm dieser Beruf zuwider war. Er spielte unter anderen in «Der Prozess» von Orson Welles (1962). Haufler war depressiv und beging nach seiner Rückkehr von Hollywood Selbstmord, obwohl man ihm einen neuen Vertrag angeboten hatte. Richard Dindos Film «Max H. - Der Stumme» (1982-83) zeichnet sein Leben nach.

Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz