Neu im Kino «Lommbock» - Kiffen bis zum Umfallen

Die Kiffer-Komödie «Lammbock» war vor 16 Jahren ein Überraschungserfolg. «Lommbock» ist die Fortsetzung mit demselben Personal, und es geht immer noch nur um das eine: Um die volle Dröhnung.

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Filmkritik: «Lommbock»

3:52 min, vom 24.5.2017

Einst vertrieben die beiden Freunde Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lukas Gregorowicz) selbst angebautes Hasch. Eine Pizzeria diente ihnen als Tarnung für ihren Drogenhandel.

16 Jahre später ist Stefan ein erfolgreicher Geschäftsmann in Dubai, verlobt mit einer Milliardärstochter (Melanie Winiger).Für die Hochzeit muss er nach Deutschland, um die nötigen Dokumente zu besorgen.

Hasch – und noch mehr Hasch

Hier erwartet ihn Kai. Sein Freund aus alten Kiffertagen hat mittlerweile einen Asia-Lieferservice und eine Freundin mit einem schwer erziehbaren Sohn.

Weil Stefan schnell zurück muss, bleibt den beiden nur ein Abend. Zeit genug, um mit viel Hasch eine Kettenreaktion von Katastrophen loszutreten, denen die beiden mit einem Mix aus Pragmatismus, Naivität und noch mehr Hasch begegnen.

Loser bleiben Loser

«Lommbock» ist die Fortsetzung des Überraschungserfolgs «Lammbock» von 2001. Der erreichte in kürzester Zeit Kultstatus in Kiffer-Kreisen. Da waren Kai und Stefan vollgedröhnte Loser mit einer Hanfplantage.

Eigentlich sind sie das in der Fortsetzung immer noch. Und wie vor 16 Jahren überzeugen Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowizc in ihren Rollen.

Seichte Unterhaltung

«Lommbock» bezieht keine Stellung. Kiffen wird weder verurteilt noch beschönigt. Wie im ersten Teil wird ausgiebig philosophisch debattiert. Die Kiffer-Gespräche drehen sich um Youporn, Mehmet Scholl und die Evolutionstheorie.

Das wirkt zwar authentisch, ist aber Gift für den Plot. Eine müde Story wird noch müder, bis der Zuschauer auch ohne Narkotika einschläft. Fazit: Für Nicht-Berauschte ist «Lommbock» insgesamt zu langweilig.

Kinostart: 25.05.2017