Mehr Geld für den Schweizer Film

Gute Nachrichten für hiesige unabhängige Filmschaffende: Die SRG wird auch weiterhin mit ihnen zusammenarbeiten. Bis 2019 wird sie jährlich 27.5 Millionen Franken in Schweizer Koproduktionen investieren. Dadurch können Filmemacher besser planen.

Ein Mann hält eine Kamera auf seiner Schulter fest.

Bildlegende: Auch künftig unterstützt die SRG Werke von Schweizer Filmschaffenden (im Bild: die SRF-Koproduktion «Das Leben drehen») Keystone

Seit 1997 regelt ein Vertrag die Zusammenarbeit zwischen Schweizer Filmbranche und SRG: der Pacte de l’audiovisuel. Darin werden die Rahmenbedingungen für Koproduktionen der SRG mit unabhängigen Filmproduzentinnen und Filmproduzenten gesetzt.

Die Verhandlungen für den neuen Vertrag konnten erfolgreich abgeschlossen, das neue Abkommen wurde in Bern im Kino Rex in Anwesenheit von zahlreichen Filmschaffenden und eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentariern unterzeichnet.

Mehr Planungssicherheit

Die SRG verstärkt ihr Engagement und erhöht den finanziellen Rahmen von 22.3 auf 27.5 Millionen Franken pro Jahr. Diese zusätzlichen Mittel wurden bereits in den letzten Jahren in Koproduktionen investiert, jetzt werden sie im Pacte gebunden. Die SRG bekräftigt damit ihre Verbindlichkeit gegenüber der Schweizer Filmbranche, die dadurch eine erhöhte Planungssicherheit hat.

Im Rahmen des Pacte de l’audiovisuel werden sowohl TV wie auch Kinofilme gefördert: Für Fernsehproduktionen stehen 14 Millionen Franken zur Verfügung, für Kinoprojekte mindestens 9 Millionen Franken pro Jahr. Für den Animationsfilm wird neu ein Anteil von 1 Millionen Franken reserviert. Auch Multimediaprojekte werden nach Ablauf der Pilotphase weiterhin unterstützt.

Filme zuerst im Internet anbieten

Die Verhandlungspartner haben sich weiter auf zeitgemässe Auswertungsrechte geeinigt. Künftig können Filme vor einer Ausstrahlung auch im Internet angeboten werden. Damit wird der Vertrag dem sich stetig verändernden Nutzungsverhalten gerecht. Mit diversen Änderungen (Verkürzung der Lizenzzeit, zeitliche Begrenzung der Rückzahlungspflicht) wird die Unabhängigkeit der Produzenten weiter gesichert.

In einem kleinen Land wie der Schweiz müssen TV- und Kinofilme öffentlich finanziert werden. Zusammen mit dem Bundesamt für Kultur ist die SRG die wichtigste Säule in der Filmförderung.

Sendung: Radio SRF Kultur, Kultur-Nachrichten, 8.3.2016, 16:30 Uhr.