«Opération Libertad»

Eine linksradikale Gruppe aus Genf überfällt 1978 eine Bankfiliale in Zürich, erbeutet sechs Millionen Franken und nimmt einen südamerikanischen Agenten gefangen. Die Aktion wird auf Video gefilmt. Doch Bank und Polizei schweigen als wäre nichts geschehen. Bis 30 Jahre später die Tapes auftauchen.

Gruppenbild der Revolutionären Gruppe GAR.

Bildlegende: Gruppenbild der Revolutionären Gruppe GAR. SRF/Dschoint Ventscher/Nicolas Wadimoff

GAR, eine linksradikale Gruppe aus Genf, überfällt 1978 eine Bankfiliale in Zürich. Ihr Ziel ist es die geheimen Verbindungen der Bank zu den lateinamerikanischen Diktaturen ans Licht zu bringen. Ein Kunststudent filmt die ganze Aktion auf Video. Der Staat schweigt, die erhofften Nachrichten über die Attacke bleiben aus, obwohl der Bankdirektor die Fakten gegenüber der GAR gesteht. Der paraguayische Agent jedoch verweigert die Kooperation.

Dies stellt die Mitglieder der GAR vor schwierige Fragen: Sollen sie diesen Geheimdienstler der Diktatur liquidieren oder als Geisel nehmen? Was sollen sie mit den erbeuteten Millionen tun? Anstelle der Revolution übernehmen die persönlichen Konflikte zwischen den Freidenkern die Überhand. Dabei sollte doch alles politisch und clean bleiben. Doch heiligt der Zweck tatsächlich die Mittel? Der Regisseur Nicolas Wadimoff erlaubt sich einen humorvollen Blick auf junge Menschen voller Ideale und Träume.

Sendeplatz

Mittwochnacht um 00:10 Uhr auf SRF 1

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