Szenen einer Ehe: Der Physiker Stephen Hawking ganz privat

Stephen Hawking ist einer der berühmtesten Physiker unserer Zeit. Jetzt wurde sein Leben verfilmt. Die Filmbiografie «The Theory of Everything» erzählt, wie der gelähmte Wissenschaftler mit seiner Frau gegen seine Nervenkrankheit kämpft.

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Keine 3 Minuten: «The Theory of Everything»

2:06 min, vom 17.12.2014

Ein Wettrennen: Zwei junge Studenten jagen einander auf dem Fahrrad durch die Strassen von Cambridge. Vorbei an Passanten rasen sie über den grauen Asphalt. Lachend. Unbeschwert. So beginnt die Filmbiografie «The Theory of Everything». 30 Minuten später knallt einer der beiden mit dem Kopf auf den kalten Boden, mitten auf dem Universitätsareal. Es ist der junge Stephen Hawking. Grund für seinen Sturz ist die Nervenkrankheit ALS.

Die Ärzte geben Stephen noch zwei Jahre zu leben. Doch es kommt anders: Ein Jahr, zwei, drei, vier, 20 Jahre vergehen. Stephen Hawking lebt noch immer. Er ist von seiner Krankheit körperlich schwer gezeichnet. Im Kopf aber ist er klar und wissensdurstig. Für ihn gibt es nur eine Strategie: weitermachen und den Urknall erklären. Er heiratet, erhält seinen Doktortitel, wird Vater. Alles scheint ihm zu gelingen. Doch dann bekommt er eine Lungenentzündung.

    • Stephen Hawking an Wandtafel schreiben

      Bildlegende: «The Theory of Everything» Universal Pictures

      Das stärkste Zitat

      «Ich möchte mit einer einzigen Gleichung beweisen, dass die Zeit einen Ursprung hatte.» Das sagt Stephen Hawking nachdem seine Doktorarbeit angenommen wurde.

    • Stephen Hawking schaut aus dem Fenster.

      Bildlegende: Stephen Hawking schaut aus dem Fenster. Universal Pictures

      Der Schauspieler

      Der 32-jährige Newcomer Eddie Redmayne spielt Stephen Hawking. Für seine Leistung wurde er als bester Hauptdarsteller in der Kategorie Film mit einem Golden Globe nominiert. Vor zwei Jahren hatte der britische Schauspieler seinen Durchbruch in der Musicalverfilmung «Les Misérables». Dort spielte Redmayne an der Seite von Hugh Jackman und Russel Crowe.

    • Stephen Hawking im Rollstuhl.

      Bildlegende: Stephen Hawking im echten Leben. Keystone

      Fakten, die man wissen sollte

      «The Theory of Everything» basiert auf den Memoiren von Stephen Hawkings Frau Jane Hawking. Die beiden waren von 1965 bis 1990 verheiratet. In ihrem Buch «Travelling to Infinity. My Life with Stephen» («Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking») erzählt sie von ihrem Leben mit dem Astrophysiker.

    • Familie Hawking im Boot.

      Bildlegende: Familie Hawking im Boot. Universal Pictures

      Das Urteil

      Der Film ist mit zwei Stunden etwas zu lang und das schlechte Alterungs-Make-up von Jane Hawking enttäuschend. Die Filmbiografie über Stephen Hawking bietet aber einen tiefen Einblick in das private Leben des Astrophysikers, in die Beziehung zu seiner ersten Frau Jane. Eine berührende Liebesgeschichte unter speziellen Umständen.