«Arte Radio»: Ein Internetradio setzt auf Reportagen

«Arte Radio» bespricht keine Themen, liefert keine Rezensionen, sondern setzt voll auf atmosphärische Reportagen. Und das ohne journalistische Einordnung. Das Produkt spricht für sich.

Mikrofon im Studio von Arte Radio.

Bildlegende: Keiner am Mikrofon: Das französische Arte Radio kommt ohne Moderatoren aus. Arte Radio

Seit 2002 hat das Internetradio «Arte Radio» die Chancen des Internet erkannt und bietet statt eines Vollprogramms ein Podcast-Radio. Die Benutzer suchen sich selbst aus, was sie hören möchten und laden sich die entsprechende Episode herunter.

Keine journalistische Einordung als Prinzip

Bei den Sendungen setzt «Arte Radio» voll auf das akustische Erlebnis und verzichtet daher auf Moderatoren. In den Beiträgen erzählen die Autoren ihre Geschichten nur mit Hilfe von Interview-Ausschnitten und mit Umgebungsgeräuschen. Das bedeutet konkret: Es gibt keine Einordnung eines Journalisten. Das Produkt spricht für sich.

Authentisch und unmittelbar

Damit «Arte Radio» die Hörer in andere Welten mitnehmen kann, wird auf Formate fokussiert, die durch das akustischen Erlebnis überzeugen: Hörspiele, kurze und lange Klangwerke, Gedichte, Dokumentationen und vor allem auf Reportagen. Der Sender überzeugt durch Unmittelbarkeit, Authentizität und Kreativität. Es war ein weiser Entschluss, kein Vollprogramm zu imitieren. Mit der klaren Ausrichtung ihrer Nische und hohen Qualitätsstandards hat «Arte Radio» eine treue Fangemeinde, die das 10-jährige Bestehen möglich gemacht hat – in der Geschichtsschreibung des Internets eine lange Zeit.

Die Website von «Arte Radio» kommt ohne Fotos aus und stellt das Hörerlebnis in den Vordergrund. Alle Podcasts können kostenlos herunter geladen werden.

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