August 2015: sehr sonnig und bis 37 Grad heiss!

Nach der Rekordhitze im Juli stand der August 2015 nur wenig nach. Im Osten war es rund 3,5 Grad, im Westen 2 bis 3 Grad und im Süden etwa 2 Grad wärmer als sonst. Der Monatshöchstwert wurde im unteren Aaretal mit 37,3 Grad gemessen. An den meisten Orten fiel der August überdies zu trocken aus.

Am letzten Augustwochenende war es in Arosa rund 25 Grad warm und fast wolkenlos.

Bildlegende: Bergsommer Am letzten Augustwochenende war es in Arosa rund 25 Grad warm und fast wolkenlos. FB

Der August war, wie schon der Juni und vor allem der Juli, deutlich zu warm. Im Osten betrug der Wärmeüberschuss gegenüber der klimatologisch relevanten Periode der Jahre 1961 bis 1990 rund 3,5 Grad, in Chur waren es sogar satte 4 Grad. An vielen Orten in der Ostschweiz und in Nordbünden war der August 2015 der drittwärmste seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen. Nur in den Jahren 2003 und 1992 war es dort im August noch wärmer. Auch in der übrigen Schweiz war es deutlich wärmer als im langjährigen Durchschnitt. In der Romandie lagen die Werte 2 bis 3 Grad über dem langjährigen Mittel. An den meisten Orten gehört dort der August 2015 noch zu den 10 wärmsten Augustmonaten in den Jahrbüchern. Im Tessin lagen die Werte rund 2 Grad über der langjährigen Referenz, dort ist man aber von Rekordwerten weit entfernt.

Erneut extreme Hitzewellen

Ähnlich den Vormonaten gab es auch im August eigentliche Hitzewelle. So vom 2. bis 13. August und vom 26. August bis zum Monatsende. Die absoluten Höchstwerte wurden in der Nordschweiz am 7. August erreicht. Im untersten Aaretal wurde ein Wert von 37,3 Grad gemessen. So heiss wurde es im August seit dem Hitzesommer 2003 nie mehr. In Basel gab es eine Höchsttemperatur von genau 37 Grad. Vor allem in der Nordwest- und Nordostschweiz war es am 7. August sogar noch wärmer als während der Hitzeperiode anfangs Juli. Die Hitzewellen sorgten auch für massive Abweichungen der Hitzetage nach oben. So gab es in Sitten 13 Tage mit Temperaturen über 30 Grad, normal wären deren 5. Im Mittelland gibt es in der Regel im August noch 3 Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad. In diesem Jahr waren es an vielen Orten 10 bis 11 Tage.

Im August 2015 gab es aber auch kühlere und nassere Phasen.

Bildlegende: Regenwetter Im August 2015 gab es aber auch kühlere und nassere Phasen. Franz Schweizer

Sonnige, aber auch trübe Phasen

An den meisten Orten gab es auch mehr Sonne als sonst im August. In der Ostschweiz gab es rund 25 Prozent mehr Sonnenschein als in einem Durchschnitts-August. Als eigentliche Sonnenstube entpuppte sich in diesem Monat die Bodenseeregion. Dort gab es teilweise mehr als 260 Sonnenstunden. Im Westen, im Wallis und im Tessin, lokal auch in Südbünden entspricht die Zahl der Sonnenstunden aber nur dem langjährigen Durchschnitt. Dort machte sich vor allem auch die eher trübe Wetterphase vom 14. bis zum 25. August bemerkbar.

Trotz Regen waren die Äcker ausgetrocknet, wie hier am 8. August im Emmental.

Bildlegende: Trockenheit Trotz Regen waren die Äcker ausgetrocknet, wie hier am 8. August im Emmental. Urs Haslebacher

Im Norden zu trocken

Nördlich der Alpen, aber auch im Mitteltessin, war auch der August meist zu trocken. Lokal gab es allerdings heftige Gewitter. So wurde das Weisstannental am 9. August besonders hart getroffen. An vielen Orten nördlich der Alpen gab es nur 40 bis 60 Prozent des im August üblichen Niederschlages. Überdurchschnittliche Regenmengen gab es im August vor allem in weiten Teilen des Wallis, im Nordtessin und stellenweise auch in Südbünden.

Fertig lustig!

Pünktlich mit dem astronomischen Herbstanfang am 1. September kommt es auch zu einem deutlichen Wetterumschwung. Die Hitzewelle der letzten Augusttage nimmt ein abruptes Ende. In den kommenden Tagen muss zeitweise mit Regen gerechnet werden, und die Temperaturen gehen im Norden auf Werte um 18 Grad zurück, im Süden liegen die Tageshöchstwerte immer noch bei 22 Grad.

Am 1. August: Zürichs Stadtpräsidenten Corine Mauch und Bundesrat Didier Burkhalter mit Gattin.

Bildlegende: Regen schweisst zusammen Am 1. August: Zürichs Stadtpräsidenten Corine Mauch und Bundesrat Didier Burkhalter mit Gattin. FB