Der längste Tag: 15 Stunden 53 Minuten und 22 Sekunden in Bern

Am Sonntag ist es wieder soweit, wir haben den längsten Tag des Jahres. Genau um 18.38 Uhr steht die Sonne über dem nördlichen Wendekreis im Zenit. Aus astronomischer Sicht beginnt zu diesem Zeitpunkt der Sommer. 94 Tage später steht die Sonne wieder über dem Äquator im Zenit - der Herbst beginnt.

Beleuchtung der Erde am 21. Juni

Bildlegende: Beleuchtung der Erde am 21. Juni Es zeigt die Sonnenscheindauer am 21. Juni auf den verschiedenen Breitengraden. Am Nordpol bleibt es für 6 Monate hell. SRF Meteo

An diesem Sonntag geht die Sonne in Bern 05.35 Uhr auf und geht erst wieder 21.29 Uhr unter. Mit 15 Stunden 53 Minuten und 22 Sekunden ist es der längste Tag im Jahr und gleichzeitig gibt es die kürzeste Nacht im Jahr. Der astronomische oder auch kalendarische Sommer genannt, beginnt im Moment jedes Jahr am 21. Juni, dem Tag der Sommersonnenwende (Sommer-Solstitium). Genau an diesem Tag steht die Sonne über dem nördlichen Wendekreis im Zenit und erreicht somit ihre grösste Mittagshöhe zwischen dem nördlichen Wendekreis (23.5° n.B.) und dem Nordpol. Zu dieser Zeit ist die Sonneneinstrahlung bei uns am stärksten.

Am Nord- und Südpol sind die Lichtverhältnisse extrem

Auf dem nördlichen Polarkreis bleibt die Sonne vom astronomischen Frühlingsbeginn (20. März) bis zum astronomischen Herbstbeginn (23. September) den ganzen Tag über dem Horizont und am Nordpol beginnt herrscht Polartag, das heisst, die Sonne bleibt für 6 Monate über dem Horizont. Gleichzeitig findet ab dem 22. März am Südpol für 6 Monate die Polarnacht statt - die Sonne bleibt für ein halbes Jahr unter dem Horizont.

Was passiert nach dem 21. Juni bei uns?

Nach dem 21. Juni werden die Tage bei uns wieder kürzer. Bereits Ende Juli ist der Tag in der Schweiz wieder eine Stunde kürzer und genau in 94 Tagen steht die Sonne dann über dem Äquator im Zenit. Zu diesem Zeitpunkt, am 23. September, ist der Tag dann gleich lang wie die Nacht - aus astronomischer Sicht beginnt somit der Herbst. Bis dahin hoffen wir aber zunächst einmal auf einen passablen Sommer 2015.