Die Wüste grüsst

Im Freien parkierte Autos waren am Mittwoch mit Staub überzogen, Skifahrer wunderten sich über den bräunlichen Schnee. Dies hat nichts mit Luftverschmutzung zu tun, sondern sind späte Folgen eines Staubsturms über der Sahara.

Staubige Luft vom Süden

Am Mittwochmorgen waren die Autos vielerorts mit Flecken übersät. In höheren Lagen fiel bräunlicher Schnee. In beiden Fällen handelt es sich um Saharastaub, welcher über der Schweiz niederging.

Piste mit bräunlichem Schnee.

Bildlegende: «Staubige» Pisten In Gstaad waren die Pisten am Mittwochmorgen leicht bräunlich. Adrian Dietrich

Sehr gut sichtbar war der Staub auf den Autos, weil es nur ganz leicht regnete. Die wenigen Tropfen verklebten den Staub zu markanten Flecken, ohne ihn aber abzuwaschen.

Damit Saharastaub bis zu uns gelangt, muss er über der Wüste bis in grosse Höhen aufgewirbelt werden. Dies geschah letzte Woche, als eine Kaltfront von Mittelmeer in die Sahara vordrang. Sie verursachte dort den dazu nötigen Staubsturm. Anschliessend dehnte sich ein Tief über dem Atlantik so weit nach Süden aus, dass es bis in die nördliche Wüstenregionen wetterwirksam wurde. Es zapfte die staubige Luft in der Höhe an und führte sie bis zu den Alpen. Bereits am Dienstag machte sich der Saharastaub bemerkbar. Besonders auf den Bergen war er als Dunstschleier erkennbar.

Ein schwarzes Auto ist mit braunen Staubflecken übersät.

Bildlegende: Schmutzige Autos Am Mittwochmorgen waren vielerorts die Autos mit rotbraunen Flecken übersät. Zuschauerbild

Staub aus Nordafrika wird nicht nur nach Europa transportiert. Gelegentlich wird er auch über den Atlantik bis nach Südamerika geführt. Der südamerikanische Dschungel nimmt ihn gerne auf, bringt er doch wertvolle Mineralstoffe mit sich.