Folgt nach Hitze und Blitzen die Schafskälte?

Nach neuer Sommerhitze drohen am Wochenende Unwetter, im Süden fällt Dauerregen. In der neuen Woche dreht die Strömung auf Nord, die Schafskälte könnte kommen.

Unwetter am Wochenende

Südföhn erwärmt die Luft am Freitag bis auf 30 Grad, in der Folge ziehen aus Westen und Süden Regenwolken in die Schweiz. In der Nacht auf Samstag gehen einerseits im Süden, andererseits auch im Norden teils heftige Regengüsse und unwetterartige Gewitter mit Hagelschlag und Sturmböen nieder. Am Sonntag entladen sich im Süden noch einmal Starkregen und Gewitter. In der kommenden Woche wechselt die Strömung wahrscheinlich von Süd auf Nord. Im Tessin gibt es Entspannung, im Norden bleibt es unbeständig und es wird wahrscheinlich spürbar kühler.

Folgt die Schafskälte?

Die Schafskälte gehört zu den sogenannten Singularitäten im Jahresklimaverlauf. Wie Extremwertstatistiken zeigen, kommt es häufig zwischen dem 4. und 20. Juni zu einem Kälterückfall. Die Schafskälte tritt nicht jedes Jahr auf.

Nordwest- bis Nordwinden sind dafür verantwortlich

Im Juni ist das Festland bereits stark erwärmt, die Meerestemperaturen hinken hingegen hinterher. Entsteht nun über dem warmen Festland ein Tief, saugt es von polaren Regionen Luft an. Auf Ihrem Weg über den kühlen Atlantik, Nord- oder Ostsee, wird die Luft nicht wärmer. Die Luftmasse erreicht schliesslich Mitteleuropa und sorgt mehrere Tage lang für eine Abkühlung von 10 Grad oder mehr.